Die Petersburger Künstlergruppe „Mitki“ präsentiert Werke in der Galerie Vinogradov

Die Maler Andrei Filippov, Swetlana Badelina und Wladimir Schinkarjow stellen in der Galerie Vinogradov aus. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Galerie Vinogradov |

Prenzlauer Berg. Die Galerie Vinogradov gilt bei Kunstfreunden als Geheimtipp. In ihrer neuen Ausstellung präsentiert sie drei russische Künstler, die sich über die Grenzen ihres Landes hinaus einen Namen gemacht haben.

Unter dem Motto „Das Sample“ präsentiert Galeristin Maria Vinogradova Malerei und Grafik der Künstlergruppe „Mitki“. Zu dieser schlossen sich Wladimir Schinkarjow und Andrei Filippov zusammen. Später stieß Swetlana Badelina hinzu. Mitte der 80er-Jahre hieß ihre Heimatstadt noch Leningrad. Die seinerzeit recht jungen Künstler konnten und mochten sich nicht der Malerei des sozialistischen Realismus und auch nicht dem politisch engagierten Nonkonformismus anschließen.

Sie wollten ihr eigenes Ding machen. Einzig das Malen war ihnen wichtig. Der Name ihrer Gruppe ist zugleich der eines Buches von Wladimir Schinkarjow. Im 1985 erschienenen „Mitki“ beschreibt er mit gutmütiger Ironie die Poesie seiner Malerexistenz, das Leben seiner Freunde und ihres Umfeldes.

Als Themen dienen der Gruppe „Mitki“ von Anfang an Genreszenen, städtische und industrielle Landschaften. Die Gruppe wurde dank ihrer Art zu malen und dank des schriftstellerischen Talents von Wladimir Schinkarjowmrasch in Leningrad, Moskau, der ganzen Sowjetunion und dann in Europa und den USA bekannt. Eine Auswahl ihrer Arbeiten zeigen die drei Petersburger nun in der Galerie Vinogradov aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Gruppe. Andrei Filippov zeigt Industrie- und Hafenlandschaften, aber auch Bilder von der Berliner U-Bahn, die er am Gleisdreieck malte. Wladimir Schinkarjow stellt indes Landschaftsbilder und szenische Bilder aus. Porträts und Bilder von Bahnanlagen zeigt indes Swetlana Badelina.

Marina Vinogradova freut sich, dass sie bis zum 7. Januar die Ausstellung mit den drei renommierten Künstlern präsentieren kann. „Ich hoffe, dass ich damit noch mehr Berliner für die russische Kunstszene interessieren kann“, sagt sie. Die Kunsthistorikerin hatte viele Jahre lang in Galerien in St. Petersburg gearbeitet. Dort führte sie Besucher zum Beispiel durch die Eremitage. Aus familiären Gründen zog sie nach Berlin. Dort fand sie schnell einen großen Bekanntenkreis mit vielen Künstlern. Dieser Umstand ließ in ihr die Idee reifen, eine Galerie zu eröffnen. Diese besteht nun bereits fast zehn Jahre in der Chodowieckistraße 25. BW

Die neue Ausstellung ist mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, sonnabends von 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung unter  86 43 04 10 geöffnet. Weitere Informationen auf www.eurusart.com.
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