Bezirk will soziale Mischung in Sanierungsgebieten erhalten

Prenzlauer Berg. Der Ortsteil war einmal das größte Sanierungsgebiet Europas. 2014 wird es kein Sanierungsgebiet in Prenzlauer Berg mehr geben. Wie wird es danach in Sachen soziale Stadtentwicklung weitergehen?

Zu diesem Thema verständigten sich kürzlich auf einer Tagung Fachleute. Als letzte der ursprünglich sechs Sanierungsgebiete werden 2013 und 2014 die Kieze Helmholtzplatz und Teutoburger Platz aus dem Förderprogramm entlassen. Wesentliche Sanierungsziele sind dann erreicht. Aber wie kann in diesen Kiezen künftig ein bezahlbares Wohnen dauerhaft gesichert werden? Wie kann der Erhalt einer ausgewogenen sozialen Mischung erreicht werden? Welche Möglichkeiten gibt es, weiterhin eine nachfragegerechte Infrastruktur bereitzustellen?Die Fachleute diskutierten Strategien und rechtliche Steuerungsinstrumente. Hier zeigte die Diskussion, dass vieles, was in puncto soziale Stadtentwicklung an Instrumentarien schon jetzt bereitsteht, in Berlin noch nicht eingesetzt wird. Unterstützt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung soll Pankow deshalb bei der sozialen Stadtentwicklung eine Vorreiterrolle übernehmen.

Ausgehend von den Anregungen der Fachleute wird der Bezirk jetzt konkrete Schritte machen, erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Im Stadtentwicklungsamt wird jetzt zum Beispiel ein Fachbereich soziale Stadtentwicklung eingerichtet. Mit dem Senat werden außerdem Gespräche über die Einführung einer Umwandlungsverordnung geführt. In dieser soll der Erwerb von Eigentumswohnungen in Pankow neu geregelt werden. In diesem Zusammenhang wird im Bezirk ein Projekt zur Einführung des Vorkaufsrechts von Mietern gestartet. Schließlich sollen die Genehmigungskriterien für Bauvorhaben im Geltungsbereich von Erhaltungsrechtsverordnungen geändert werden.


Bernd Wähner / BW
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