Geschichte eines Lagers

Prenzlauer Berg. Das Haus für Demokratie in der Greifswalder Straße 4 zeigt eine neue Ausstellung. Deren Titel lautet "Das Jugendkonzentrationslager und spätere Vernichtungslager Uckermark". Das Konzentrationslager Uckermark bestand von 1942 bis 1945. Es wurde für Mädchen und junge Frauen eingerichtet. Die Nationalsozialisten nannten es verharmlosend "Jugendschutzlager". Die meisten Mädchen kamen in dieses Lager, weil sie nicht zum BDM wollten. Sie wurden als "Asoziale" und "Arbeitsscheue" stigmatisiert. Die Häftlinge waren zwischen 16 und 21 Jahre alt. Es gab aber auch wesentlich jüngere. Im Januar 1945 wurde das Jugend-KZ geräumt. Es wurde zur Vernichtungsstätte für Häftlinge aus Ravensbrück. Bis April 1945 wurden dort 5000 bis 6000 Menschen ermordet. Die "Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark" stellte eine Ausstellung zu diesem Lager zusammen. Unterstützt von der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte wird diese bis zum 4. Juni im Haus der Demokratie gezeigt. Geöffnet ist werktags von 10 bis 17 Uhr.


Bernd Wähner / BW
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