Schon bald soll eine Tafel über Denkmal informieren

Am Denkmal von Käthe Kollwitz soll es schon bald eine Informationstafel geben. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Am Käthe-Kollwitz-Denkmal auf dem nach ihr benannten Platz soll es schon bald eine Informationstafel geben. Darauf verständigte sich der Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nach einem

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Kommission Kunst im öffentlichen Raum des Pankower Bezirksamtes soll den Text für eine Tafel erarbeiten und dann für die Aufstellung der Tafel sorgen. Die grüne Verordnete Catrin Fabricius erklärt, dass sich dem unwissenden Betrachter der Plastik nicht sofort erschließt, was es mit dem Denkmal auf sich hat. Anwohner wissen zwar in der Regel, dass dieses Denkmal vom Bildhauer Gustav Seitz geschaffen wurde. Viele Besucher und auch neu Hinzugezogene nehmen aber an, dass Käthe Kollwitz (1867-1945) die Skulptur geschaffen oder aber in Auftrag gegeben hatte. Dem ist aber nicht so.

Der Bildhauer Gustav Seitz verehrte Käthe Kollwitz. Er lernte sie während seines Studiums an der Kunsthochschule in Charlottenburg kennen. Aber erst im Jahre 1956 erhielt er vom Berliner Magistrat den Auftrag, das Käthe-Kollwitz-Denkmal zu schaffen. Er orientierte sich bei seiner Arbeit an einem 1938 von Käthe Kollwitz angefertigten Selbstporträt. Ein Gipsmodell von der Skulptur hatte Gustav Seitz 1958 fertig. Danach wurde die Figur in Bronze gegossen und 1960 sie auf dem Kollwitzplatz in der Nähe von Käthe Kollwitz’ früherem Wohnhaus aufgestellt. Was die wenigsten wissen: 20 Jahre nach dem Tode von Gustav Seitz ist 1988 erneut ein Bronzeguss nach dem Originalgipsmodell angefertigt worden. Dieser steht im Skulpturenpark Magdeburg. Über all diese Fakten könnten Besucher am Kollwitz-Denkmal künftig auf einer Tafel informiert werden.

Ein entsprechender Beschluss wird voraussichtlich auf der BVV-Sitzung am 5. März ab 17.30 Uhr im Saal in der Fröbelstraße 17 gefasst.

Bernd Wähner / BW
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