Viele Gebäude und Ensembles zu besichtigen

Der russisch-orthodoxe Friedhof mit der Kapelle in seinem Zentrum ist täglich zugänglich. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Zum Tag des offenen Denkmals am 13. und 14. September sind auch in Reinickendorf zahlreiche Gebäude und Ensembles zu besichtigen.

Über ein verstecktes Idyll können sich Interessierte an beiden Tagen informieren. So öffnet der Maler Johannes Bauersachs am Sonnabend von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr das Künstlerhaus von Hannah Höch, An der Wildbahn 33. In Atelier und Remise zeigt Bauersachs seine Italien-Bilder, an beiden Tagen jeweils um 14.15 Uhr stellt Eva Bondy den Garten von Hannah Höch vor. Die Künstlerin hatte sich 1939 vor den Nationalsozialisten ins abgelegene Heiligensee zurückgezogen, wo sie bis zu ihrem Tod 1978 lebte. Der Garten passt zu dem diesjährigen Denkmalsmotto "Farbe".

In der Weißen Stadt startet dann auch am Sonntag um 11 Uhr an der Aroser Allee/Ecke Emmentaler Straße eine Fahrradtour zu den UNESCO-Welterbe-Siedlungen, neben der Weißen Stadt die Schillerpark-Siedlung in Wedding und die Siemensstadt in Spandau. Für die Teilnahme sind eine Anmeldung unter 0160/97 00 05 50 oder per E-Mail unter t.m.krueger@ticket-b.de sowie ein eigenes Fahrrad erforderlich.

Das ganze Dorf Lübars ist ebenfalls am Sonntag ein Thema. Von 11 bis 17 Uhr gibt es einen Kunst- und Handwerkermarkt im LabSaal, Alt-Lübars 8, und von 12 bis 15 Uhr werden von dort im Stundentakt kulturhistorische Dorfführungen angeboten.

Ebenfalls im Stundentakt werden am Sonntag von 12.30 bis 16.30 Uhr Führungen durch die Königin-Luise-Kirche an der Bondickstraße 14 angeboten, deren Einweihung vor 100 Jahren im vergangenen Jahr gefeiert werden konnte. Die Dorfkirche Alt-Reinickendorf 21 ist dagegen am Sonnabend von 13 bis 17 Uhr geöffnet, jeweils um 14, 15 und 16 Uhr werden die Altar- und Emporenbilder erklärt.

Für Wanderfreunde interessant ist eine Tour zum Naturschutzturm im ehemaligen Grenzgebiet Frohnaus zur DDR. Treffpunkt ist am Sonntag um 14 Uhr an der Bushaltestelle Oranienburger Chaussee/Hubertusweg.

Auch die Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, als Musterbeispiel postmoderner Architektur, fehlt nicht im Programm. Am Sonntag gibt es jeweils um 10 und um 12 Uhr eine Führung durch das Gebäude, für die keine Anmeldung erforderlich ist.

Viele öffentliche oder halböffentliche Orte sind auch außerhalb des Denkmals-Tags zugänglich. So ist der vor 110 Jahren angelegte Russisch-Orthodoxe Friedhof, Wittestraße 37, zumeist ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals gibt es auf der Seite www.stadtentwicklung.berlin.de.

Christian Schindler / CS
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.