"O-Tonart" sucht Förderer für Fortbestand der Bühne

Muss bald der Vorhang fallen? Das "O-Tonart" in der Kulmer Straße steht vor der Insolvenz. (Foto: Theater)

Schöneberg. Schönebergs "einziges Programmtheater" und "letztes Kieztheater", wie Bernd Boßmann sein "O-Tonart" beschreibt, ist in seiner Existenz bedroht.

Bedroht wird es durch "kräftige Mieterhöhungen seitens der senatseigenen Immobiliengesellschaft Gewobag", durch die anfallenden Gema-Gebühren und Nachzahlungen von Künstlersozialabgaben auf die Honorare der auftretenden Künstler, sagen Theaterleiter Boßmann und sein Team aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die den Spielbetrieb aufrecht erhalten.

Seit fünf Jahren gibt es die Bühne in der Kulmer Straße 20a. "O-Tonart" versteht sich als Ort der Begegnung für Jung und Alt und quer durch alle Schichten in einem Problemkiez mit eigenem Quartiersmanagement. Bernd Boßmann kritisiert, dass Berlin für sich als Kulturhauptstadt werbe, kulturelles Engagement jenseits der großen, hochsubventionierten Häuser aber nicht würdige und fördere. Er sucht nun 20 000 Idealisten und Förderer, die wenigstens einen Euro spenden. Als Gegenleistung bekommt jeder Spender im Café "finovo", Großgörschenstraße 12-14, bei Vorlage des Überweisungsbelegs eine originelle Flasche Berliner Brause vom einzigen privaten Sponsor des Theaters geschenkt. Theaterferien macht das "O-Tonart" nicht. Es wird im August durchgespielt.

Informationen unter www.o-tonart.de, www.cafe-finovo.de.

Karen Noetzel / KEN
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