Am Falkenseer Platz kracht es am häufigsten

Spandau. Die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin ist im vorigen Jahr leicht gestiegen. Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Polizei für 2012 hervor.

Die Beamten registrierten insgesamt 130 782 Unfälle und damit 319 mehr als 2011. Die Anzahl der Toten im Straßenverkehr sank auf 42 von zuvor 54. Auf Spandauer Straßen kamen fünf Menschen ums Leben: drei Radfahrer und zwei Fußgänger. Die meisten Unfälle mit Fußgängern passierten in Spandau im Bereich Altstädter Ring/Klosterstraße/Seegelder Straße und Stabholzgarten. Insgesamt waren im vorigen Jahr 136 Fußgänger in der Zitadellenstadt in einen Unfall verwickelt. Die meisten achteten beim Überqueren der Straße nicht auf den Verkehr. An 294 Unfällen waren Radfahrer beteiligt. Spandau hat damit berlinweit den niedrigsten Wert. In Mitte zählte die Polizei 1420 Unfälle mit Radlern. Meist fuhren die Radfahrer auf der falschen Fahrbahn, übersahen Autos oder fuhren zu schnell. Wie oft es in Spandau zwischen Autofahrern krachte, geht aus der Statistik nicht hervor. Als Unfallschwerpunkt gilt hier aber der Falkenseer Platz. Dort registrierte die Polizei insgesamt 173 Unfälle mit einem Schwerverletzen und zehn Leichtverletzten. Wenn Autofahrer einen Unfall verursachten, bogen sie in den meisten Fällen entweder falsch ab oder beachteten die Vorfahrt nicht.

Ein hohes Unfallrisiko haben immer wieder auch Kinder. Sie sind pro Monat im Schnitt an 79 Verkehrsunfällen beteiligt. 2012 kam dabei ein Kind ums Leben. In Spandau verunglückten 56 Kinder, neun mehr als im Jahr zuvor. Trauriger Spitzenreiter ist hier aber Pankow mit 122 Unglücksfällen. Meist verursachten die Kinder die Unfälle durch ihr falsches Verhalten im Straßenverkehr selbst.

Laut Statistik werden die Berliner Einsatzkräfte alle vier Minuten zu einem Verkehrsunfall gerufen. Alle 31 Minuten verunglückt ein Verkehrsteilnehmer, davon alle zwei Stunden ein Radfahrer, alle vier Stunden ein Fußgänger und alle elf Stunden ein Kind. Alle neun Tage wird ein Verkehrsteilnehmer getötet.


Ulrike Kiefert / uk
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