Antifaschist wurde vor 80 Jahren ermordet

An Erich Meier erinnert an der Kurzen Straße 1 ein Stolperstein. (Foto: privat)

Spandau. Anlässlich des 80. Jahrestags der Ermordung Erich Meiers lädt das Spandauer "Bündnis gegen rechts" am 9. und 10. März zu zwei Gedenkveranstaltungen ein.

Am 9. März beginnt um 14 Uhr an der Neuendorfer Straße 101 ein "Antifaschistischer Rundgang" auf den Spuren Erich Meiers durch die Neustadt. An Erich Meiers Ehrengrab auf dem Friedhof in den Kisseln trifft sich das Bündnis dann am 10. März um 14 Uhr am Friedhofseingang an der Pionierstraße 82-165. Erich Meier wurde im Alter von 22 Jahren in der Nacht zum 11. März 1933 von der SA entführt, misshandelt und auf den Rieselfeldern Karolinenhöhe erschossen. Grund war seine kritische Haltung gegenüber dem Regime. So verhinderte er Veranstaltungen von Nazi-Größen wie Joseph Goebbels. Meier stand auch der SPD kritisch gegenüber, da die Partei 1928 dem Panzerkreuzerbau nach der Reichstagswahl zustimmte. Daraufhin verließ er mit 21 Genossen die Sozialistische Arbeiter-Jugend (SAJ) und trat in den kommunistischen Jugendverband ein.


Michael Uhde / Ud
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