Duschen seit drei Wochen außer Betrieb

Spandau. Die Nutzer der Bruno-Gehrke-Halle sitzen seit Ende September auf dem Trockenen. Der Grund: Im Wasser wurden Legionellen festgestellt.

"Die Keime wurden bei einer Routinekontrolle entdeckt, die der Eigentümer, die Bundesimmobilienverwaltung (Bima) veranlasst hat", sagt Sportamtsleiter Lars Marx. Woher sie kommen, darüber kann nur spekuliert werden. "Legionellen tauchen häufig dann auf, wenn Wasser nicht regelmäßig durch die Leitungen läuft", erklärt er. Mittlerweile gibt es Klagen, warum das Problem auch nach drei Wochen nicht beseitigt ist. Von einem "unhaltbaren Zustand" sprach eine Leserin, die das Spandauer Volksblatt über das Problem informierte. "Bis zum 15. Oktober wurde nichts unternommen."

"Das stimmt so nicht", sagt Lars Marx. "Die Bima arbeitet daran, wobei ich nicht im Einzelnen sagen kann, wie jetzt verfahren wird." Spätestens Ende Oktober, so meint er, könnten die Sanitäranlagen aber wieder genutzt werden.

Jürgen Kessling vom Fitnessclub, einem der drei Vereine, die die Halle nutzen, ist sogar noch optimistischer. "Nach meiner Information sollen jetzt die Filter ausgetauscht und die Duschen ab kommender Woche wieder in Betrieb sein", meint er.

Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die vor allem in erwärmtem Wasser vorkommen. Für Menschen werden sie vor allem dann gefährlich, wenn sie durch Einatmen in die Lunge gelangen. Bisher sind in der Bruno-Gehrke-Halle keine Krankheitsfälle bekannt geworden.


Thomas Frey / tf
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