Früheres Haus der Gesundheit soll Kulturzentrum werden

Spandau. Das ehemalige Haus der Gesundheit an der Carl-Schurz-Straße 17 ist wieder im Besitz des Bezirks. Nun soll als erstes das Dach saniert werden. Das Gerüst vor dem Gebäude wird dann bald verschwinden.

Der Liegenschaftsfonds Berlin hat das ehemalige Haus der Gesundheit in der Altstadt jetzt an den Bezirk zurück übertragen. Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) unterzeichnete in der vergangenen Woche den Übertragungsvertrag. Weil die Bausubstanz des Gebäudes gefährdet ist, muss jetzt unbedingt das marode Dach saniert werden. "Daher hat das Facility Management in meinem Auftrag begonnen, die Dachsanierung in die Wege zu leiten", informierte Helmut Kleebank. Er hoffe, dass mit dieser Maßnahme möglichst bald begonnen werde, um sie noch in diesem Jahr beenden zu können. Dann werde vermutlich auch das hässliche Gerüst verschwinden, so der Bürgermeister.

Nach dem Beschluss der Bezirksverordneten soll das Haus für die Volkshochschule Spandau und wenn möglich auch für die Kurse der musikalischen Früherziehung der Musikschule umgebaut werden. Das Bezirksamt ist dabei, dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen.

Die Sanierung des Gebäudes wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Das Bezirksamt hatte das Haus im Oktober 2011 an den Liegenschaftsfonds Berlin abgegeben, weil die Sanierung zu teuer gewesen wäre. Der Liegenschaftsfonds wiederum wollte es verkaufen, fand aber keinen Investor. Das Gebäude verwaiste und das Gerüst blieb bis heute über drei Jahre lang stehen.

Die Bürgerinitiative "Spandauer Verkehrsbelange 73" (BISV) schrieb im vergangenen Jahr an den Petitionsausschuss. Die zuständige Senatsverwaltung sollte dem Problem endlich ein Ende bereiten. Ein zweiter Brief ging an den Liegenschaftsfonds mit der Aufforderung, das schadhafte Gesims am Haus reparieren zu lassen.

Das Gebäude am Eingang zur Altstadt steht auf der Liste der Spandauer Kulturdenkmäler. Es wurde 1891 als kaiserliches Hauptpostamt im wilhelminisch-neubarocken Stil erbaut und später erweitert.

Von 1980 bis 1983 wurde es restauriert und zum Gesundheitsamt umgebaut. Heute befinden sich dort Teile des Gesundheitsamtes sowie im alten Paketamt die Stadtbibliothek.


Ulrike Kiefert / uk
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