S-Bahn nach Falkensee rückt in weite Ferne

Spandau. Der Spandauer SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz ist enttäuscht vom neuen Nahverkehrsplan der Brandenburger Landesregierung. Denn darin kommt eine von Spandau favorisierte Verlängerung der S-Bahn ins Umland nicht mehr vor.

Den Plan für die Jahre 2013-2017 hatte Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am 6. November vorgestellt. Er sieht unter anderem vor, dass in dünnbesiedelten Gebieten weniger Regionalzüge fahren. "Der in den vergangenen Jahren immer wieder diskutierte Ausbau von S-Bahnen-Strecken etwa nach Falkensee ist selbst langfristig nicht mehr vorgesehen", sagt Schulz. Nicht einmal mehr im "Perspektivnetz", das auf das Jahr 2030 ausgerichtet ist, sei für Deutschlands Hauptstadtregion diese Verlängerung eingeplant.Schulz bedauert diese Haltung, die auch im Widerspruch zu den Vereinbarungen im Berliner Koalitionsvertrag von SPD und CDU stehe. "Die Bewohner Spandaus und des umliegenden Havellands warten seit Jahren auf die Verlängerung der S-Bahnstrecke nach Falkensee", sagt Schulz. Besonders die Berufspendler könnten davon profitieren. "Die Verantwortlichen der Regierungen in Berlin und Brandenburg sowie des Bundes sollten sich endlich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden", so der SPD-Bundestagsabgeordnete.


Michael Uhde / Ud
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