CDU-Verordnete wollen die Straßensanierung beschleunigen

Der Asphalt in der Englerallee bröckelt. Schuld daran sei auch die hohe Verkehrsbelastung während der Sanierung der Avus, meint die CDU. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag will die CDU gleich mehrere Straßen in Dahlem und Zehlendorf reparieren lassen. Der Bund soll sich an den Kosten der Instandsetzung der Fahrbahnen beteiligen.

In einem Antrag fordert die CDU in der Bezirksverordnetenversammlung, dass der Bezirk den Asphalt in der Englerallee in Dahlem und den der Berliner Straße sowie der Clayallee in Zehlendorf kurzfristig erneuern lässt. "Das Bezirksamt möge sich dafür einsetzen, dass der Fahrbahnbelag noch vor der Frostperiode saniert wird", heißt es darin. Zustande gekommen sei der Vorstoß durch Anfragen von Bürgern, erklärt die CDU-Verordnete Ute Hahnfeld. Das Außergewöhnliche steckt im zweiten Satz des Antrages. Nach CDU-Vorstellungen sollte "bei der Finanzierung geprüft werden, ob der für die Sanierung der A 115 zuständige Baulastträger an dieser Maßnahme finanziell zu beteiligen ist."

Erst durch die Sanierung der Avus seien die Straßen "durch den stark frequentierten Verkehrsfluss sehr beansprucht worden." Der Bund also soll zahlen, weil Autos von der Bundesautobahn auf Bezirksstraßen umgeleitet wurden.

Nach CDU-Angaben ist besonders die Berliner Straße zwischen Zehlendorf Mitte und der Sundgauer Straße in Mitleidenschaft gezogen worden. Das gleiche gelte für die Clayallee Richtung Süden von der Schützallee bis zur Kreuzung im Zehlendorfer Zentrum.

Die jeweils rund 800 Meter langen Straßenabschnitte seien, so Hahnfeld "oft nicht mehr mit 50 Kilometer pro Stunde zu befahren." In der Englerallee seien die Schäden zwar ausgebessert und die Fahrbahn zum Teil erneuert worden, doch müsse der Autofahrer dort "für ruhiges Fahren auf den Schutzstreifen für Radfahrer ausweichen."

Die Aussichten für die Mischfinanzierung sind unklar. Fraktionschef Torsten Hippe sieht den Vorstoß als Experiment. "Man muss ausprobieren, ob sich das durchsetzen lässt", so Hippe. Der Antrag wird jetzt im Haushaltsausschuss weiter beraten.


Martinus Schmidt / mst
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