Verordnete fordern Stillräume

Steglitz-Zehlendorf. Die Bezirksverordnetenverammlung will den Bezirk familienfreundlicher machen. Danach sollen die Bürgerämter und Rathäuser in Steglitz-Zehlendorf Stillräume erhalten. Zudem soll die Verwaltung zu einem familienfreundlichen Arbeitgeber entwickelt werden.

Die Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung gehen auf zwei Anträge der Bündnisgrünen zurück. Danch sollen die Stillräume so ausgestattet werden, dass Mütter ihre Kinder ungestört stillen können. Die Räume sollen gut sichtbar ausgeschildert werden und leicht zugänglich sein für Mütter mit Säuglingen. Grünen-Verordnete Nina Stahr: „Die Einrichtung eines Stillraumes in öffentlichen Ämtern halte ich für selbstverständlich. Es ist für jungen Eltern schon schwierig genug, mit einem kleinen Baby alle Amtsgänge reibungslos über die Bühne zu bringen.“

In einem zweiten Beschluss wird die Verwaltung aufgefordert, sich zu einem familienfreundlicheren Arbeitgeber zu entwickeln. In dem Antrag nennen die Grünen einige Maßnahmen. So könnten Job-Sharing, Arbeitszeitkonten oder Home Office die Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich verbessern. Die Verwaltung von Steglitz-Zehlendorf könne hier mit guten Beispiel voran gehen und den Beschäftigten mit Kindern den Spagat zwischen Job und Familie etwas leichter machen. Die Bezirksverordnetenversammlung erhofft sich davon auch eine Signalwirkung nach außen. In der Begründung des Beschlusses heißt es ausdrücklich, dass die Bezirksverordnetenversammlung erwartet, dass Steglitz-Zehlendorfer Unternehmen dem Vorbild der Verwaltung folgten.

Nach der Initiative der Grünen für ein Familienbüro in Steglitz-Zehlendorf seien die aktuellen BVV-Beschlüsse zwei weitere wichtige Schritte auf dem Weg zum familienfreundlichen Rathaus, erklärt Stahr. Vor allem der Beschluss „Der Bezirk als familienfreundlicher Arbeitgeber“ sei nicht nur familienpolitisch ein "Meilenstein". „Allen Bezirken fehlt es an Nachwuchskräften in der Verwaltung. Wenn das Bezirksamt als Arbeitgeber attraktiver werden und mehr junge Menschen anziehen will, ist Familienfreundlichkeit ein wichtiger Faktor“, so Stahr. KM
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