Eiliger Raser: Verkehrsrowdy hält Polizei in Atem

Tempelhof-Schöneberg. Polizeibeamte vom Verkehrsdienst hatten am Nachmittag des 22. Februar wohl einige Mühe, „dranzubleiben", um einen Verkehrsrowdy nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd zu stoppen.

Den Beamten war zunächst an der Kreuzung Columbiadamm/Tempelhofer Damm ein Mini Cooper eines Carsharing-Unternehmens aufgefallen, der „offensichtlich mit viel zu hoher Geschwindigkeit“, so der Polizeibericht, in Richtung Dudenstraße unterwegs war und grob unter Missachtung aller Regeln den Verkehr hochgradig gefährdete. Da staunten selbst die hartgesottenen Beamten und berichten: „In der Dudenstraße überholte der Raser andere Fahrzeuge, fuhr hierbei in den Gegenverkehr, sodass die in gleicher Richtung fahrenden Autofahrer immer wieder abbremsen mussten, um es dem Verkehrsrowdy zu ermöglichen, sich wieder in die Richtungsfahrbahn einzuordnen.“

Häufige Fahrstreifenwechsel mit überhöhter Geschwindigkeit kennzeichneten auch den weiteren Verlauf dieser Irrsinnsfahrt von Tempelhof nach Schöneberg. „An der Kreuzung Duden-/Katzbachstraße ging es dem Mann nicht schnell genug, sodass er in die Linksabbiegerspur wechselte, um die geradeaus fahrenden Autofahrer links zu überholen. An der Einmündung Kaiser-Wilhelm-Straße zur Crellestraße setzte der Mann zu einem weiteren Überholvorgang an, steuerte hierbei seinen Pkw in den Gegenverkehr und fuhr bei Rot“, beobachteten die kaum hinterher kommenden Polizisten. Schließlich wollten sie den Verkehr nicht auch noch gefährden. Aber dann hatten sie den Raser endlich eingeholt und konnten ihn schließlich stoppen. Der 31-jährige Fahrer des gemieteten Mini-Flitzers rechtfertigte sich den Beamten gegenüber, dass er es schließlich „eilig“ hätte. Der Mann hat nun ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2000 Euro sowie drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu erwarten. HDK
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Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof | 27.02.2017 | 08:58  
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