ufaFabrik widmet Berlins Kohlenträgern einen Themenabend

Wolfgang Priewe ist unter die Schriftsteller gegangen und liest am 27. September aus seinem Erstlingswerk. (Foto: HDK)

Tempelhof. Fast 30 000 Berliner Haushalte heizen noch mit Kohle. Der Familientreffpunkt in der ufaFabrik, Viktoriastraße 13 widmet sich dem Thema am 27. September.

Der Treffpunkt beginnt seinen Themenabend um 19 Uhr mit der Eröffnung einer Fotoausstellung. Der Fotograf Markus Heine präsentiert eine Aufnahmeserie der Brüder Daniel und David, zwei der letzten Kohlenträger in Berlin. In den Wintermonaten schleppen die Brüder täglich unzählige, zentnerschwere Kohlekästen Trepp auf und Trepp ab in Keller und Wohnungen der Hauptstadt.

Davon kann auch Kollege Kasimir ein Lied singen. Kohlenträger Kasimir ist die authentische Hauptfigur in Wolfgang Priewes Erstlingswerk, dem Berlinroman "Burn Berlin Burn. Erzählung aus dem Leben eines Kohlenträgers". Der Urberliner Autor liest nach der Vernissage der Fotoausstellung gegen 20 Uhr aus seinem 2013 veröffentlichten Buch. Wolfgang Priewe (75) ist durch das von ihm 1987 gegründete "Werkhaus Anti-Rost" in der Rathausstraße 28 für die Generation 50plus bekannt geworden. Längst ist der gelernte Schauspieler und studierte Sozialpädagoge eine bekannte Mariendorfer Persönlichkeit. Für sein beispielhaftes Konzept, die Erfahrung und das Können ältere Menschen in gesellschaftliches und gemeinnütziges Handeln umzusetzen, ist Priewe mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. ufaFabrik-Chef Juppy (65) war einer der ersten Leser von Priewes Buch und sagt: "Eye Alter, da stehen ja Sachen drin, die man fast schon vergessen hat und sich heutzutage kaum noch vorstellen kann". "Burn Berlin Burn" (124 Seiten/ISBN 978-3-944836-00-3) ist im Westkreuz-Verlag erschienen und für 14,90 Euro im Buchhandel erhältlich.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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