BVV will Beseitigung von Hundekot auch in den südlichen Ortsteilen erleichtern

Tempelhof-Schöneberg. Insgesamt gibt es 17 sogenannte Dog Service Stations im Bezirk. Doch keine davon befindet sich in einem der südlichen Ortsteile Marienfelde, Lichtenrade und Mariendorf. Das soll sich ändern.

Schließlich ist die Verschmutzung von Gehwegen durch Hundekot kein rein innerstädtisches Problem. Die meisten Hundekot-Entsorgungsstationen gibt es in Schöneberg und einige wenige in Neu-Tempelhof. Alle befinden sich bislang innerhalb des Innenstadtrings. Nun sinnt die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auch für den Süden des Bezirks auf Abhilfe und hat auf Antrag der CDU-Fraktion mit Mehrheit schon vor der regulären Sitzung per Konsens beschlossen, dass das Bezirksamt prüfen soll, ob durch eine Ausweitung der Kooperation mit der Wall AG Dog Stations auch in Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf installiert werden können.

„Hundebesitzer müssen ihrer Entsorgungspflicht nachkommen und wir wollen gern dabei helfen, dass das einfacher wird. Bei der Dog Service Station können sich Hundehalter kostenlos umweltfreundliche Papiertüten für die Entsorgung mitnehmen und nach Gebrauch auch direkt wieder in der Dog Service Station entsorgen. Das ist ein tolles Angebot“, meint der aus Lichtenrade kommende CDU-Bezirksverordnete Patrick Liesener und hat damit auch seinen erfolgreich durchgebrachten Antrag unter der Überschrift „Mehr Dog Stations für weniger Hundekot auf den Straßen in Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf“ begründet.

Aber weil die Bezirkskasse bekanntlich leer ist, setzt der BVV-Beschluss bei der Finanzierung letztendlich auf die Privat- und Werbewirtschaft: „Für den Bezirk entstehen keine zusätzlichen Kosten, da die Errichtung der Dog Service Stations und der Betrieb durch die Bereitstellung von Werbeplätzen für die Wall AG ausgeglichen werden kann“, so Liesener.

Nach Schätzungen der Senatsumweltverwaltung bleiben täglich etwa 55 Tonnen Hundekot auf den Straßen und Gehwegen sowie in den Parks und Grünanlagen Berlins zurück. Die Hundehaufen verschandeln dabei nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch für Fußgänger unangenehm.

HDK
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