Der Bezirk räumt auf: Illegal aufgestellte Altkleidercontainer werden entsorgt

Bilder wie an der Kettinger Straße in Lichtenrade sollen der Vergangenheit angehören. Das Ordnungsamt ist angewiesen, alle Altkleidercontainer abräumen zu lassen. (Foto: HDK)

Tempelhof-Schöneberg. Rund 270 illegal im Straßenland positionierte Sammelcontainer für Schuhe und alte Kleidung stehen auf der Liste des Ordnungsamts. Das sind praktisch alle Altkleidercontainer im Bezirk, denn legale gibt und gab es nicht.

„Wir haben überhaupt noch nie eine Genehmigung für diese Container erteilt“, so der zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) zur Berliner Woche. Und das sich beim Bezirksamt offenbar jahrelang niemand wirklich darum kümmerte, liegt wohl daran, dass die Zuständigkeit trotz mehrerer Anläufe beziehungsweise Anfragen in der BVV bis heute nicht eindeutig geklärt ist.

So wurden im Laufe der Zeit immer mehr Container ohne die für öffentliches Straßenland nötigen Sondernutzungsgenehmigungen von verschiedenen Aufstellern einfach illegal dazugestellt. Das damit einhergehende Problem: Viele Sammelbehälter, vor allem in den grünen Stadtrand-Ortsteilen, quellen über. Müll aller Art und Fäkalien kommen dazu. Ratten und Ungeziefer werden angezogen und nicht zuletzt wird das Stadtbild verschandelt.

Das ist Stadtrat Schworck nun zu bunt geworden. Er hat die Zuständigkeit kurzerhand an sich gezogen und „seinem“ Ordnungsamt quasi die Beendigung der unhaltbaren Zustände zugewiesen. „Ab sofort wird den Aufstellern eine Zwei-Wochen-Frist gesetzt, ihre Container abzuräumen. Andernfalls werden die Dinger von der BSR abgeholt, dort vier Wochen gelagert und bei Nichtabholung verschrottet“, so der Stadtrat zur Berliner Woche. Das kostet natürlich Geld und an diesem Punkt endet die Zuständigkeit des für Ordnung sorgenden Ordnungsamts auch schon wieder. Für die Bußgeldverfahren – schließlich will der Bezirk nicht auf den Kosten sitzen bleiben und kein Altkleidersammler soll ungeschoren davonkommen – ist letztendlich das Tiefbauamt zuständig. Wie auch immer, den Anwohnern geht es schließlich darum, dass die störenden und stinkenden Schandflecken beseitigt werden, egal von wem. Zum Beispiel begrüßt Frank Behrend, Chef vom Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade, ausdrücklich, dass das Bezirksamt endlich und konsequent vorgeht. „Es wurde höchste Zeit, dass hier was passiert, denn die Anwohner in der Nähe werden durch wilde Müllablagerungen und Lärm beim Befüllen oder Entleeren der Metallbehälter beeinträchtigt“, so Behrend.

HDK
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