Umweltzone evaluiert: Es geht um die Berliner Luft

An der S-Bahnbrücke über den Tempelhofer Damm beginnt der Innenstadtring und somit die Umweltzone. (Foto: HDK)

Tempelhof. Am Tempelhofer Damm, am S- und U-Bahnhof Tempelhof beginnt in nördliche Richtung die Umweltzone. Seit 2010 dürfen, von einigen Ausnahmen abgesehen, nur Autos mit der grünen Plakette beziehungsweise nur schadstoffarme Fahrzeuge in den Bereich des inneren S-Bahnringes einfahren.



Für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß gilt ein Verkehrsverbot. Damit sollen Dieselruß (Feinstaub) und Stickoxide in der Berliner Luft reduziert werden. Zur Evaluierung der Umweltzone wurde kürzlich eine erneute Kennzeichenerhebung mit Videokameras zur Bestimmung der Abgasstandards der fahrenden Fahrzeuge auf Berliner Straßen durchgeführt. „Welche Wirkung die Umweltzone für die Berliner Luft und die Schadstoffbelastung hat, „lässt sich am genauesten feststellen, wenn anhand der Kennzeichen der Fahrzeuge im Verkehr die technischen Daten und daraus der Schadstoffausstoß ermittelt werden“, teilt die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dazu mit. Die Aktion wurde an sieben ausgewählten Straßenabschnitten innerhalb und außerhalb der Umweltzone durchgeführt. Vergleichbare Videoerhebungen wurden bereits 2007 bis 2010 und 2012 durchgeführt. Dabei wurden bislang fast 60 Prozent weniger Dieselrußpartikel und etwa 20 Prozent weniger Stickoxide ermittelt als zuvor ohne Umweltzone. „Die Berliner Fahrzeugflotte ist also durch die Umweltzone bereits deutlich sauberer geworden“, freuen sich Senator Andreas Geisel (SPD) und seine Fachleute. Weitere Reduktionen werden nun nicht zuletzt durch das Auslaufen beziehungsweise starkes Einschränken von Ausnahmegenehmigungen zu Beginn dieses Jahres erwartet.

Die aktuelle Kennzeichenerhebung wurde mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Das Videosystem registriert nur das Kennzeichen, nicht aber ein Bild des Fahrzeugs oder gar der Insassen. Die Daten werden der Zulassungsbehörde ohne Ortsangaben mitgeteilt und es erfolgt keine Abfrage der Halterdaten. Das heißt, die Daten werden anonymisiert. „Die Kennzeichenerhebung dient somit ausdrücklich nicht der Ahndung von Verstößen gegen die Umweltzone“, versichert der Senat. Wann mit den neuen Ergebnissen zu rechnen ist, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. HDK
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