Gemäldegalerie schildert Geschichte des Genter Altars

Berlin: Gemäldegalerie |

Tiergarten. Der Genter Altar der Brüder Hubert und Jan van Eyck gilt nicht nur als Hauptwerk der altniederländischen Malerei, das 1432 vollendete Retabel hat auch eine wechselvolle Vergangenheit. In der Gemäldegalerie wird sie noch bis zum 29. März erzählt.

Die seitlichen Flügelbilder dieses Meisterwerks der spätmittelalterlichen Malerei wurde 1821 von König Friedrich Wilhelm III. mit der Sammlung Solly erworben und nach Berlin gebracht. 1920 musste Deutschland diese Teile des Altars entsprechend einer Klausel des Versailler Vertrags als Reparationszahlung an Belgien abgeben. Jetzt kann man in der Wandelhalle der Gemäldegalerie am Kulturforum Kopien des 16. und 17. Jahrhunderts sowie Fotografien des Altars aus der Zeit vor 1920 betrachten. Zugleich wird die wechselvolle Geschichte des berühmten Genter Altars im Laufe der Jahrhunderte nachgezeichnet.

Eine Bilddokumentation zeigt darüber hinaus, wie das Kunstwerk einst in Berlin präsentiert wurde, wie es auf die Besucher und die Kunsthistoriker gewirkt hat und welche Eingriffe es durch Restauratoren erlitten hat. Schließlich erfährt man auch einiges darüber, weshalb Belgien mit seiner Forderung erfolgreich war, als es die Tafeln angesichts der von deutschen Truppen verübten immensen Kriegsschäden zurückforderte.

Die Gemäldegalerie am Kulturforum am Matthäikirchplatz ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Helmut Caspar / HC
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