Neue Reihe "Literatur in Weißensee" kommt sehr gut an

Er organisiert die Veranstaltungsreihe "Literatur in Weißensee": Alexander Graeff. (Foto: BW)

Weißensee. Vor einem halben Jahr begann der Weißenseer Schriftsteller Alexander Graeff mit der neuen Reihe "Literatur in Weißensee". Einmal im Monat lädt er dazu Schriftsteller in den Roten Salon der Brotfabrik am Caligariplatz ein.

Im Wechsel mit seinen Gästen liest er Texte, spricht mit ihnen über Literatur und Sprache. Als er sich Anfang des Jahres entschloss, diese Reihe ins Leben zu rufen, war es der Versuch, wieder eine Literaturveranstaltungsreihe im Ortsteil zu etablieren.Zuvor recherchierte Alexander Graeff nach Lesebühnen im Kiez und hörte sich bei Schriftstellerkollegen um. Aber Fehlanzeige: Eine Reihe, in der sich Autoren präsentieren können, gab es nicht. Dabei hatten Literaturveranstaltungen bis in die 90er-Jahre hinein auch in Weißensee eine lange Tradition. Doch die waren längst verschwunden. Lag es am Konzept? Graeff entschloss sich, einen neuen Weg zu gehen. "Literatur in Weißensee" konzentriert sich auf zeitgenössische Lyrik und Prosa, mit besonderem Augenmerk auf eine unterhaltsame Inszenierung.

Nach einem halben Jahr kann Graeff resümieren: "Die Veranstaltung kommt sehr gut an." Mehr noch: "Inzwischen haben sich nach den ersten Lesungen auch Kooperationen ergeben", sagt Graeff. Eine davon ist die Kooperation mit der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek in der Bizetstraße 41. Dort wurde vor wenigen Tagen eigens ein "Literatur in Weißensee"-Regal eingerichtet. Alexander Graeff: "In diesem finden sich ausschließlich Bücher der Autoren, die bisher in der Brotfabrik gelesen haben. Nach jeder Lesung wird das Regal weiter aufgefüllt. Wie mir die Bibliothekarinnen berichten, werden die Bücher bereits rege ausgeliehen."

Eine weitere Kooperation hat sich mit dem online-Literaturmagazin "Fixpoetry" ergeben. Auch dieses ist von der neuen Reihe so begeistert, dass es auf www.fixpoetry.com auf die Weißenseer Literaturveranstaltungen aufmerksam macht und sie rezensiert. Damit sich Interessierte ein Bild von den Veranstaltungen machen können, hat Alexander Graeff inzwischen auch filmische Impressionen von allen Lesungen auf www.literatur-in-weissensee.de gestellt.

Die Veranstaltungsreihe hat inzwischen so ein Renommee erreicht, dass Alexander Graeff nicht mehr nach Autoren suchen muss. Die melden sich heute bei ihm. Und so hat der Initiator einen recht großen Autorenpool, aus dem er auswählen kann. Die nächsten Gäste stehen allerdings schon fest. Am 21. Juli um 19.30 ist Asmus Trautsch zu Gast. Ihm folgt am 18. August der georgische Autor Dato Barbakadse.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen kostet sechs, ermäßigt drei Euro. Weitere Informationen im Internet auf www.literatur-in-weissensee.de.

Bernd Wähner / BW
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