Was Pankowerinnen alles bewegen konnten

Weißensee. "Der Zukunft ein Stück voraus" heißt die neue Ausstellung im ehemaligen Rathaus Weißensee. Diese ist bis zum 27. März in der Berliner Allee 252-260 in der dritten Etage zu besichtigen. Sie ist Pankower Frauen in Politik und Wissenschaft gewidmet.

Initiiert wurde diese Ausstellung vom Frauenbeirat Pankow, recherchiert und gestaltet haben sie Claudia von Geliéu, Sabine Kruse, Magdalene Geisler, Esther Stenkamp sowie die Grafikerin Hanne Sommer unter Leitung von Dr. Ines P. Scheibe. Die Liste der Namen von Pankower Frauen, die sich in Politik, Wissenschaft und Kunst einen Namen machten, ist lang. Dazu gehören zum Beispiel die Pankower Bürgermeisterin Aenne Saefkow, die Bürgermeisterin von Prenzlauer Berg Ella Kay, die Pazifistin Maud von Ossietzky, die Künstlerin Käthe Kollwitz und Regina Jonas, die erste Rabbinerin der Welt. An diese und weitere Frauen will die Ausstellung erinnern.Erst 1908 wurden Frauen in Preußen zu politischen Organisationen und zum Studium zugelassen. Wahl- und Habilitationsrecht erhielten Frauen erst nach der Novemberrevolution 1918. All dies waren Erfolge der Frauenbewegung. Mit der Präsentation der außergewöhnlichen Leistungen von 17 Pankowerinnen in einer Ausstellung soll gezeigt werden, dass erst durch die Mitwirkung von Frauen neue Rechte und Chancen für jeden möglich wurden. Die Karrieren, die einige Pankowerinnen machten, waren außergewöhnlich. In vielen Bereichen waren sie die ersten: Bürgermeisterin, Professorin und Museumsleiterin, Rabbinerin oder sogar Notenbankpräsidentin.

Besichtigt werden kann die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es bei Gleichstellungsbeauftragten Heike Gerstenberger unter 902 95 23 05.

Bernd Wähner / BW
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