Weißenseer Pfadfinder brauchen eine neue Unterkunft

Pascal Schäfer und Torsten Milkowski freuen sich über das große Interesse an der Pfadfinderarbeit. Zurzeit sammeln sie Spenden für ein Zelt. (Foto: BW)

Weißensee. Sie bieten Kindern und Jugendlichen eine etwas andere Form der Freizeitgestaltung an: die Weißenseer Pfadfinder.

Das kommt so gut an, dass der Pfadfinderstamm stetig wächst. "Wir haben gerade eine neue Gruppe eröffnet, sodass wir jetzt insgesamt fünf haben", so der Leiter des Stammes, Torsten Milkowski. Über 60 Kinder und Jugendliche machen inzwischen bei den Pfadfindern mit. Diese brauchen für Ausflüge natürlich auch eine entsprechende Unterkunft. "Deshalb wollen wir uns ein neues großes Zelt zulegen. Für die Anschaffung sammeln wir derzeit Spenden", sagt Milkowski. Mit der Pfadfinderarbeit startete die traditionsreiche evangelisch-freikirchliche Gemeinde Weißensee erst vor drei Jahren. Motor war Pastor Milkowski. "Ich bin selbst seit meinem zehnten Lebensjahr Pfadfinder", berichtet er. Als er vor fünf Jahren in die Gemeinde nach Weißensee kam, stellte er fast mi Erstaunen fest, dass es dort noch keine Pfadfindergruppe gab.So kam er auf die Idee, gemeinsam mit einem anderen Pfadfinder eine Gruppe aufzubauen. "Wölflinge" nennt sich dabei die Pfadfindergruppe für die jüngeren Kinder. Diese machen sich in kleinen Schritten damit vertraut, was es heißt, ein Pfadfinder zu sein. In dieser Gruppe wird Liebe zur Natur, aber auch Hilfsbereitschaft vermittelt. "Die Kinder üben zum Beispiel das Bestimmen von Blättern, sie basteln, beschäftigen sich mit Verkehrsregeln und lernen auch, wie man den Knoten ins Pfadfinderhalstuch bindet", so Torsten Milkowski. Die älteren Jungengruppen tauchen schon mehr ins Pfadfinderleben ein, lernen ein Zelt aufbauen und unternehmen auch Exkursionen ins Umland. Außerdem gibt es bei den Weißenseer Pfadfindern eine Mädchengruppe, in der sich ab Elfjährige treffen.

Bevor Kinder bei den Pfadfindern mitmachen, werden aber erst einmal ihre Eltern über alles informiert. Die Eltern erfahren zum Beispiel, dass bei den Pfadfindern jeder, unabhängig von einer konfessionellen Zugehörigkeit, mitmachen kann.

Die Pfadfinderarbeit ist heute die größte und weltweit bekannteste Form der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mit ihrem erfahrungs- und erlebnisorientierten pädagogischen Grundsatz "Lernen durch Ausprobieren" ist die Arbeit nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit in der Jugendhilfe anerkannt.

Weitere Informationen gibt es bei Torsten Milkowski unter 924 73 93. Bei ihm können sich auch alle melden, die für ein neues großes Pfadfinderzelt spenden möchten.

Bernd Wähner / BW
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