Honigverkauf soll Bienen retten helfen: In den Arcaden gibt es Spandauer Nektar

In den Spandau Arcaden verkauft Imker Marc-Wilhelm Kohfink Honig der Völker, die er 2014 auf dem begrünten Dach des Einkaufszentrums angesiedelt hat. (Foto: Michael Uhde)
Berlin: Spandau Arcaden |

Spandau. Im Erdgeschoss des Einkaufszentrums Spandau Arcaden an der Klosterstraße 3 gibt es jetzt ein besonderes Honigangebot. Der Verkauf des Spandauer Stadthonigs soll zur Rettung der Honigbienen beitragen, denn der Erlös geht an die Aktion „Berlin summt!“.

Derzeit reduziert ein mysteriöses Bienensterben die summenden Völker. „Unsere österreichischen Nachbarn klagen über bis zu 50 Prozent Verlust bei Bienenvölkern und eine ausbleibende Honigernte“, schildert Dr. Marc-Wilhelm Kohfink von der Imkerei „Am Pflanzgarten“ in Köpenick das Problem. Kohfink ist der „Bienenvater“ der vier Völker, die seit Oktober 2014 auf dem begrünten Dach neben dem Parkdeck C der Arcaden ihr Zuhause gefunden haben.

Die Spandauer Bienen haben seitdem fleißig Nektar gesammelt. „Rund 140 Kilogramm Honig sind zusammengekommen“, sagt Kohfink. Dieser Stadthonig wird nun in Portionen zu je 120 Gramm für mindestens zwei Euro pro Glas verkauft. Gern darf es auch mehr sein, denn der gesamte Erlös geht an die Aktion „Berlin summt!“. Die kümmert sich um Schutz und Arterhalt der Honigbiene in unserer Region. Besucher der Spandau Arcaden können sich außerdem in der Wanderausstellung „Honigbienen und ihre wilden Verwandten“ über Bienen und das Bienensterben informieren.

Übrigens gilt der in der Hauptstadt von den Bienen gesammelte Honig als besonders schmackhaft. Denn die Bienen sammeln hier keinen Nektar aus Monokulturen sondern von einer Vielfalt an Pflanzen, Bäumen und Blumen in Gärten, Parks und auf Balkonen.

Ud
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