Bittere Niederlage: CFC Hertha 06 spielt starkes Derby – aber verliert

Starke Leistung, aber keine Punkte: Ibrahima Sory Cisse (rot) und der CFC Hertha 06 unterlagen Hertha 03 Zehlendorf im Derby. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Ernst-Reuter-Sportfeld |

Charlottenburg. Der CFC Hertha 06 hat in der Fußball-Oberliga trotz einer bärenstarken Leistung das Derby beim Spitzenreiter Hertha 03 Zehlendorf verloren. Durch die 0:3-Niederlage im Ernst-Reuter-Stadion am 13. März rutschte der CFC auf Platz zehn und muss seinen Blick weiterhin in den Tabellenkeller richten.

Dabei waren die Charlottenburger über weite Strecken der Partie das bessere Team und hatten – abgesehen von der Schlussviertelstunde – auch die deutlich besseren Torchancen: Von der ersten Minute an zeigte sich der Gast von der Brahestraße mit dem Spitzenreiter auf Augenhöhe. Der CFC spielte aus einer gut gestaffelten Defensive, ließ Ball und Gegner laufen und hatte mit Ibrahima Sory Cisse, Momo Toure und Omid Saberdest ein quirliges Stürmertrio, das die Zehlendorfer Abwehr ein ums andere Mal durcheinanderwirbelte. So hatten die Gäste vor der Halbzeit durch Hüseyin Sapmaz (37. Minute) und Mücahit Yakut (44.) zwei richtig gute Torchancen. Doch beide scheiterten in aussichtsreicher Position an 03er-Schlussmann Nico Hinz. „Das Ding müssen wir zur Pause mit 2:0 führen. Dann gehen wir als Sieger vom Feld“, brachte es ein enttäuschter CFC-Fan auf den Punkt. Auch der zweite Durchgang begann mit einem Kracher: Tobias Ehm, in der Winterpause vom Landesligisten TuS Makkabi an die Brahestraße gewechselt, setzte sich an der Strafraumgrenze stark in Szene und jagte das Leder mit dem linken Fuß an die Latte des Zehlendorfer Tores. Im Übrigen bot Ehm im zentralen Mittelfeld eine überragende Leistung.

Nicht kaltschnäuzig genug

In der Folge war das Spiel ein wenig offener. Hertha 03 investierte nun mehr in die Offensive, was dem CFC wiederum Räume zum Kontern eröffnete: Immer wieder konnte sich Saberdest über die Außen in Szene setzen. Doch im Abschluss fehlte es den Charlottenburgern ein wenig an Kaltschnäuzigkeit und auch an Glück. Speziell in diesen Phasen machte sich das Fehlen von Kapitän Sebastian Ghasemi-Nobakht, mit acht Treffern immerhin bester Torschütze beim CFC, bemerkbar. Und so kam mal wieder eine alte Fußball-Weisheit zum Tragen: Wenn man seine Chancen nicht nutzt, wird man irgendwann dafür bestraft.

So geschehen auch im Derby am Sonntag: Nach einem tollen Pass von Niclas Warwel lief Zehlendorfs Angreifer Efräim Gakpeto allein auf das CFC-Tor zu und ließ Schlussmann Georgios Kitsos nicht den Hauch einer Chance (77. Minute). Burak Mentes (86.) und Niclas Warwel (90.) besorgten den Endstand.

Bei einem Blick auf die Tabelle wissen nicht nur Fachleute: Der Klassenerhalt ist für den CFC noch nicht in trockenen Tüchern. Immerhin liegt der Aufsteiger zurzeit nur einen Punkt vor Rang 13, der unter Umständen noch den Abstieg bedeuten könnte. Doch wenn man den CFC in den ersten Partien des neuen Jahres gesehen hat – das couragierte Auftreten, die spielerische Klasse, den absoluten Willen –, dann müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn diese Mannschaft tatsächlich absteigen sollte. min
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