SPD-Abgeordnete Irene Köhne fordert Nachbesserungen

Zehlendorf. Die SPD-Abgeordnete Irene Köhne hat im Abgeordnetenhaus das Busnetz im Berliner Südwesten auf den Prüfstand gestellt. Die Neukonzeption im Dezember 2012 weise Defizite auf.

"In meinem Abgeordnetenbüro in Zehlendorf halten die Beschwerden an", sagt Köhne. Ein Großteil beziehe sich auf die Querverbindungen zwischen Clayallee und Teltower Damm. "Die Fahrtdichte des Expressbusses X10 von Teltow zum Kurfürstendamm wurde zwar verstärkt, die Linie hält aber nicht an allen Stationen. Die Folge sind weniger Abfahrten und längere Wartezeiten an anderen Haltestellen." So zwingen die weit auseinander liegenden Stationen des X10 Besucher des Brücke-Museums am Bussardsteig zu längeren Fußwegen. Die Alternative ist die parallel verlaufende Linie 115 - allerdings nur alle 20 Minuten.

Weiterer Kritikpunkt Köhnes: "In das Neubaugebiet am Waldfriedhof und Am Hegewinkel gibt es in den Tagesrandzeiten keine Busverbindungen mehr." Die Linie 285 fährt vor 6 und nach 22 Uhr, am Wochenende vor 9 und nach 20 Uhr die Stationen Am Hegewinkel und Am Waldfriedhof nicht mehr an. "Wir fordern, wieder alle Fahrten bis Am Waldfriedhof verkehren zu lassen", sagt Köhne.

Zudem sollen künftig Busse auf den Siedlungsrandstraßen entlang der Seen verkehren. "An der Krummen Lanke enden zwei Linien. Sie könnten jeweils eine Schleife durch die angrenzenden Wohngebiete fahren", erklärt die Abgeordnete mit Verweis auf den gestiegenen Anteil älterer und mobilitätseingeschränkter Bürger in diesem Bereich.

Christian Gaebler (SPD), Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, stellt jedoch keine Verbesserungen für den 285er in Aussicht. Die BVG habe den Bedarf in den Tagesrandzeiten geprüft und wegen der sehr geringen Nachfrage zusätzliche Fahrten verworfen. Auch der Einsatz von mehr Bussen rund um den U-Bahnhof Krumme Lanke müsse mit einer nennenswerten Nachfrage einhergehen. Diese läge aber aus den angrenzenden Wohngebieten nicht in nennenswerten Umfang vor. Dies sei aber eine Bedingung für jede Verkehrsleistung. Denn sie müsse wirtschaftlich in einem Mindestumfang vertretbar sein.


Ulrike Martin / uma
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