Zwei Tonnen Kuchen: Philipp-Reis-Schüler hoffen auf Eintrag ins Guinness Buch

Ein Stück kalter Hund gefällig? Wer eine Portion vom XXL-Kuchen kaufte, tat das für den guten Zweck. Der Erlös geht an den Verein Kinderträume. (Foto: Foto: BA Lichtenberg)
Berlin: Philipp-Reis-Schule |

Tagelang haben sie gemischt, gerührt und gestapelt, dann war’s vollbracht: Am 2. Dezember präsentierten Schüler und Lehrer der Philipp-Reis-Schule einen 2043 Kilogramm schweren und über 734 Meter langen Kuchen der Sorte kalter Hund. Mit dem Mega-Naschwerk hoffen sie nun auf einen erneuten Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

Denn das hat die Schule in der Werneuchener Straße 15 schon einmal mit einem XXL-Kuchen geschafft. Im November 1997 war die Süßspeise allerdings „nur“ 540,36 Meter lang. Diesmal maß sie also fast 200 Meter mehr – und so gingen auch weitaus mehr Zutaten dafür drauf: allein 650 Kilogramm Kekse, dazu je die gleiche Menge Kokosfett und Puderzucker, 190 Kilogramm Kakaopulver, 280 Liter Milch, fünf Kilogramm löslicher Kaffee und zweieinhalb Kilogramm Rum-Aroma. Monatelang hatte das Schulteam allein damit zu tun, die Lebensmittel zu besorgen, allesamt wurden sie schließlich von Sponsoren bereitgestellt.

Zur Präsentation kam der Riesenkuchen in die Turnhalle der Schule – etliche Tischreihen mussten dafür aufgestellt werden. Mitarbeiter des Lichtenberger Vermessungsamtes rückten dem kalten Hund dann mit dem Maßband zuleibe. Resultat: exakt 734,08 Meter. Vermessen wurde das Prachtexemplar unter strenger Aufsicht von Rechtsanwalt und Notar Reemt Reemsma und Rechtsanwalt Marc Mühlan. Gleich im Anschluss ging‘s an den Verkauf und Verzehr.

Schon vorher hatten die Schüler und Lehrer beschlossen, dass sie mit dem XXL-Kuchen nicht nur den Rekord erreichen, sondern auch einen guten Zweck erfüllen wollten. Mehr als zwei Drittel – über 500 Meter kalter Hund – gingen noch am 2. Dezember über die Tische.

Auch Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke), der sich die Präsentation angeschaut hatte, kaufte zehn Meter vom Naschwerk und brachte sie anschließend zur Berliner Stadtmission. Der Lichtenberger Rathaus-Chef zeigte sich beeindruckt: „Das war eine tolle Teamleistung, die Schüler und Lehrer miteinander gestemmt haben. Sie alle können zu Recht stolz darauf sein. Jetzt drücke ich die Daumen, damit es Lichtenberg ins Guinness Buch der Rekorde schafft.“ Bevor der Rekord offiziell ist, bleibt noch einiges zu tun: „Wir müssen nun alle Unterlagen bei Guinness World Records einreichen“, so Schulleiter Roland Härtel. „Dann können wir auf einen Eintrag in der Kategorie schwerster kalter Hund hoffen“.

Die verbleibenden Meter des kalten Hundes haben die Schüler der Philipp-Reis-Schule zunächst gut verpackt, gekühlt und in der Woche nach der Präsentation Stück für Stück verkauft. Der Erlös in Höhe von 10 000 Euro geht an den Verein Kinderträume, der sich um lebensbedrohlich erkrankte junge Menschen kümmert.
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