Im Abenteuerland gibt es eine Pirateninsel
Der Verein für aktive Vielfalt eröffnet ein neues Kita-Gebäude

Kita-Leiterin Cordula Kleinfeldt (rechts) und Erzieherin Jenny Vach im Atelierraum. Eingerichtet wurde er nach Ideen von Kindern.
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  • Kita-Leiterin Cordula Kleinfeldt (rechts) und Erzieherin Jenny Vach im Atelierraum. Eingerichtet wurde er nach Ideen von Kindern.
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In die neue „Pirateninsel“ an der Anna-Ebermann-Straße ziehen jetzt nach und nach Kinder ein.

Der Verein für aktive Vielfalt (VaV) ließ das Kita-Gebäude errichten. Der Verein, der im kommenden Jahr 30-jähriges Besten feierte, war 1995 der erste im Ostteil der Stadt, der den Antrag auf Übernahme einer kommunalen Kita in freie Trägerschaft stellte. Dabei handelte es sich um die Kita „Abenteuerland“ an der Anna-Ebermann-Straße 25.

„Anfang der 2000er-Jahre konnten wir die Kita für einen symbolischen Euro vom Land Berlin kaufen“, berichtet Vorstandsvorsitzende Christina Emmrich. „Bedingung war, dass wir das Gebäude sanieren.“ Inzwischen ist das fast erledigt. Es fehlen nur noch Jalousetten als Sonnenschutz. Der Auftrag dafür sei erteilt. Doch wegen Corona gibt es Lieferengpässe, sodass es damit wohl erst im kommenden Jahr etwas wird, berichtet Emmrich.

Wegen des rasanten Zuwachses an Kindern im Kiez entschied sich der Kita-Träger neben der Sanierung auch für einen Neubau. In die Planung wurden von Anfang an die Kinder mit einbezogen, berichtet Kita-Leiterin Cordula Kleinfeldt. „Die Kinder wissen am besten, was sie sich an Ausstattung wünschen. Fast alle Räume in der Pirateninsel tragen die Handschrift der Kinder.“ Unter anderem lieferten sie Anregungen für einen Atelier- und einen Bastelraum sowie für das Kinderrestaurant. An einer Treppe des zweigeschossigen Gebäudes findet sich eine Rutsche. Der Raum unterhalb der Treppe wurde zu „Piratenhöhlen“. Weiterhin gibt es einen sogenannten Snoezelenraum, in dem Kinder entspannen können ebenso wie einen modernen Bewegungsraum. Der Neubau ist barrierefrei. Er verfügt über einen Fahrstuhl und eine behindertengerechte Toilette für im Rollstuhl sitzende Kinder.

Auch die Außenfläche wurde neu gestaltet. „Sie ist jetzt ein richtiger Park mit vielen Spielgeräten“, sagt Cordula Kleinfeldt. Und natürlich steht in diesem Park auch ein Piratenschiff. Außerdem wurde ein Wasserspielplatz angelegt, in dessen Gestaltung auch 3545 Euro flossen, die Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) anlässlich seines 50. Geburtstags einsammelte. In der „Pirateninsel“ entstanden 90 Plätze. Das „Abenteuerland“ hat 195 Plätze. So ist in den zurückliegenden Monaten an der Anna-Ebermann-Straße eine der größten Kitas im Bezirk entstanden.

Baubeginn war im Mai 2019. Insgesamt wurden etwa 2,63 Millionen Euro investiert, davon knapp 2,18 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land. Der Eigenanteil des VaV lag bei 444 830 Euro.

Nachdem der Neubau fertiggestellt ist, plant das Team bereits sein nächstes Vorhaben. „Wir richten bei uns ein Kinderparlament ein“, sagt Kita-Leiterin Kleinfeldt. „Das erste Thema, mit dem es sich beschäftigen wird, ist der Speiseplan. Bei uns wird selbst gekocht. Und beim Essen können schließlich alle Kinder mitreden.“

Der Verein für aktive Vielfalt betreibt fünf Kitas im Bezirks mit zusammen 641 Plätzen.

Informationen: www.vav-hhausen.de/Unterseiten/Unterseite-kitas.html.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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