Otto-Nagel-Gymnasium: Die Sanierung ist wohl erst 2017 beendet

Biesdorf. Die Sanierungsarbeiten am Otto-Nagel-Gymnasium in der Schulstraße werden voraussichtlich ein Jahr später fertig als geplant. Erst 2017 können Schulgebäude und Turnhalle wieder vollständig für den Schulbetrieb zu nutzen sein.

Der Bezirk lässt seit 2012 die Dächer des Schulgebäudes und der Turnhalle sanieren. Dadurch lassen sich nur die Räume im ersten Geschoss nutzen. Hier werden die Schüler der fünften bis achten Klassen unterrichtet.

Die Schüler der neunten bis zwölften Klassen werden in Hellersdorf im Melanchthon-Gymnasium unterrichtet. Viele Lehrer müssen zudem täglich zwischen den Schulgebäuden in Biesdorf und Hellersdorf pendeln.

Bei der Sanierung der Dächer setzt der Bezirk eigene Investitionsmittel und Gelder aus dem Schulstättensanierungsprogramm des Landes ein. 2013 und 2014 flossen auch die ersten beantragten Gelder.

Dann fiel der Bildungsverwaltung allerdings auf, dass Marzahn-Hellersdorf außerdem noch einen Ergänzungsbau und einen Neubau einer Turnhalle für das Nagel-Gymnasium beim Land Berlin in der Investitionsplanung 2013 bis 2017 beantragt hatte. "Da es sich um einen Schulstandort handelt, handelt es sich auch um eine Baumaßnahme", hieß es dafauhin aus der Senatsverwaltung. Und für Investitionsmaßnahmen in Schulen dürften keine Gelder aus dem Schulstättensanierungsprogramm eingesetzt werden. Deshalb verweigerte die Senatsverwaltung die Auszahlung der für 2015 beantragten Sanierungsmittel.

Das Bezirksamt sah sich gezwungen, zusätzliche Finanzmittel aus dem eigenen Haushalt in die Sanierung zu stecken, um das Schulgebäude fertigzustellen. Weil die notwendige Summe von 1,2 Millionen Euro 2015 nur etwa zur Hälfte zur Verfügung steht, müssen Arbeiten auf 2016 verschoben werden.

Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) wirft der Bildungsverwaltung vor, Sanierung und Investition in neue Schulgebäude in einen Topf zu werfen. Zudem gibt es für den Ergänzungsbau und die neue Sporthalle noch gar keine Bauplanungen. "Der Schulergänzungsbau und der Neubau der Schulsporthalle werden voraussichtlich im Investitionsplan 2015 bis 2019 erneut angemeldet", erklärt Komoß.


Harald Ritter / hari
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