Sascha Guzy übernahm jetzt die Leitung der Blankenburger Freiwilligen Feuerwehr

Sascha Guzy ist auch ein leidenschaftlicher Sammler von Feuerwehrausrüstungen aus aller Welt und allen Epochen. (Foto: Bernd Wähner)
 
Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg. Am Gebäude ist viel zu tun. Der Sanierungsstau liegt bei 600.000 Euro. (Foto: Bernd Wähner)

Blankenburg. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils hat einen neuen Wehrleiter: Sascha Guzy.

Die Blankenburger Feuerwehrleute wählten ihn als Nachfolger des langjährigen Wehrleiters Klaus Lüdicke. Für Sascha Guzy ist das neue Ehrenamt bereits das zweite Ehrenamt. Bereits im Herbst 2013 machte ihn die Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehrleute Berlins zum Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes (www.lvff-berlin.de). „Ich habe mir das reiflich überlegt. Beides ist vereinbar. Meine Philosophie ist sowieso: Ich muss nicht alles alleine machen, sondern möglichst viele Kameraden in die Erledigung der Aufgaben mit einbeziehen“, sagt der 39-Jährige lächelnd.

Im Hauptberuf ist der Blankenburger Angestellter in der Verwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung. Doch die Feuerwehr begeistert ihn von Kindesbeinen an. Nun hat er als neuer Wehrleiter den Einsatz von 28 aktiven und 15 Jugendfeuerwehrleuten zu koordinieren. Die Blankenburger Feuerwehr hat einen eigenen Ausrücke-Bereich. Das heißt: Sie wird als erste alarmiert, wenn Einsatzkräfte in ihrem Gebiet gebraucht werden. Immerhin 150 solche Einsätze waren es im vergangenen Jahr. „In der Regel sind es Notfalleinsätze oder technische Hilfeleistungen, zu denen wir gerufen werden“, sagt Sascha Guzy. „Richtige Brände sind inzwischen eher selten.“

Aber als Wehrleiter hat er nicht nur die Einsätze, sondern auch die Bedingungen im Blick, unter denen seine Kameraden Dienst tun. „Und hier muss sich endlich mehr tun“, sagt Guzy. „Wir haben in unserer Feuerwache einen Sanierungsstau von 600.000 Euro. Der Sanitärbereich muss saniert werden, die Fenster sind zu machen, die Tore auf Vordermann zu bringen und auch an der Fassade muss mal richtig angepackt werden.“

Laut Abgeordnetenhausbeschluss stehen für die Blankenburger Wache in den Jahren 2016/2017 erst einmal 200.000 Euro an Sanierungsmitteln zur Verfügung. Aber bislang hat es nicht den Anschein, dass sich in absehbarer Zeit etwas tut. Verwaltet wird das Gebäude von der Berliner Immobilien GmbH (BIM). „Weil es an vielen Berliner Feuerwachen etwas zu sanieren gibt, ist die BIM offensichtlich total überfordert“, meint Guzy.

Ein weiteres Thema, um das sich der neue Wehrleiter zu kümmern hat, ist die Ausrichtung des traditionellen Blankenburger Feuerwehrfestes, das aber derzeit auf der Kippe steht. Seit dem vergangenen Jahr fordert das Bezirksamt für die Nutzung öffentlicher Flächen für dieses Fest vom Feuerwehrverein saftige Gebühren. Die amtliche Begründung: Das Fest ist zwar ehrenamtlich organisiert, wird aber auch von kommerziellen Anbietern genutzt. Das trifft zum Beispiel auf die Versorgung mit Speisen und Getränken sowie auf Schausteller zu. Weil das Fest aber einen gemeinschaftsbildenden Charakter hat, erwarten die Feuerwehrleute Entgegenkommen von den Behörden. „Sollte sich keine Lösung finden, werden wir das Ganze auf einen Tag der offenen Tür reduzieren. Das wäre sehr schade für den Blankenburg“, sagt Sascha Guzy. BW

Weitere Informationen zur Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg gibt es auf www.ff-berlin-blankenburg.de.
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