Bahn im Britzer Garten hat eine eigene Webseite gestartet

An jedem Bahnhof überwachen Kevin Erk und Michael Hoffmann den Ein- und Ausstieg und verkaufen die Fahrkarten. (Foto: Sylvia Baumeister)

Britz. Gegründet zur Bundesgartenschau fährt seit 1985 eine Parkbahn durch den Britzer Garten. Nach einer einjährigen Betriebspause hat sie seit April einen neuen Betreiber. Fahrgäste können sich ab sofort auf einer Webseite über Stationen, Fahrzeuge und Neuerungen der Parkbahn informieren.

Pünktlich um 10 Uhr morgens startet die Parkbahn am Bahnhof Buckower Damm. Genau eine Stunde benötigt Lokführer Kevin Erk, um das das 90 Hektar große Gelände einmal zu umrunden. Mit zehn Kilometern pro Stunde fährt er dabei eine Strecke von sechs Kilometern ab und hält an fünf Bahnhöfen.

Ein kleines bisschen schneller könnte die alte, aus DDR-Beständen der 1950er-Jahre stammende Diesellokomotive eigentlich schon fahren. Denn wie man jetzt auf der neuen Webseite www.britzer-parkbahn.de nachlesen kann, hat sie eine Höchstgeschwindigkeit von 14 Kilometern pro Stunde. "Unsere Fahrgäste sollen aber auf der Fahrt etwas von den Attraktionen des Parks sehen können", sagt Lokführer Kevin Erk. Zusammen mit seinem Vater Peter Erk, einem passionierten Feldbahn-Sammler, hat der 23-Jährige seit diesem Frühjahr den Betrieb der Parkbahn im Britzer Garten übernommen.

Die insgesamt drei alten Loks aus DDR-Beständen haben Vater und Sohn eigenhändig saniert.

Zur Unterstützung bei besonderem Besucherandrang können sie zusätzlich auf eine neuere, 72 PS starke, von der Mutterthalbahn im Ruhrgebiet ausgeliehene Lokomotive zurückgreifen. An gut besuchten Tagen, wenn bis zu 300 Fahrgäste die Parkbahn nutzen, transportieren Kevin Erk und sein Mitarbeiter Michael Hoffmann die Mitreisenden in vierachsigen, langen Personenwagen. An eher ruhigen Tagen werden Kurzwagen eingesetzt.

"Ob wir viel Betrieb haben oder nicht, hängt vor allem immer von der Wettervorhersage ab", erzählt Kevin Erk.

Bis zum Herbst ist die Parkbahn bei gutem Wetter täglich bis 19 Uhr unterwegs und nimmt an allen markanten Punkten Fahrgäste auf. Wahlweise zahlen Fahrgäste fünf Euro für die gesamte Runde oder einen Euro von Bahnhof zu Bahnhof. Nach dem Buckower Damm hält die Parkbahn am Kalenderplatz, wo in Kürze die Blumenschau Dahlienfeuer zu sehen sein wird.

Nächste Stationen sind der Festplatz am See, der wunderschöne Rosengarten und der Heidehof in der Nähe vom Freilandlabor. Einen Plan mit den Bahnhöfen und Abfahrtszeiten finden Fahrgäste und Fans der Parkbahn ebenso auf der neuen Webseite, wie ein Feldbahnforum und aktuelle Änderungen. So gibt es seit kurzem den Transportwagen, in dem auch Kinderwagen und Fahrräder mitgeführt werden können.

Eine weitere Neuheit verrät Kevin Erk schon jetzt: "Ab Ende August werden wir einen Rollstuhlwagen mit Rampen haben, damit auch Rollstuhlfahrer eine Bahnfahrt durch den Britzer Garten genießen können."

Mehr Informationen gibt es unter www.britzer-parkbahn.de

Sylvia Baumeister / SB
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