Erinnerung an Otto Freundlich: Vereine gestalten Denkmal für Skulpturenstraße

Gemeinsam arbeiteten Teilnehmer unterschiedlicher Generationen an Entwürfen für das Denkmal. (Foto: Silvia Fohrer)

Buch. Unter dem Motto „Sprachformen ohne Grenzen“ arbeiteten Profis und Laien in den vergangenen Wochen gemeinsam an einem Denkmal für Otto Freundlich.

Bis zum 22. Oktober sind jetzt die Ideen und entstandenen Kunstwerke in einer Ausstellung zu besichtigen. Geöffnet ist diese sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr im BB-EWERKultur in der Schwanebecker Chaussee 13 (Zugang über Haus 5-7). Organisiert wurde dieses soziokulturelle Projekt in Kooperation von den Vereinen „Steine ohne Grenzen“ und „SprachCafé Polnisch“. Unter Anleitung der Bildhauer Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Fohrer wurden seit Anfang August an den Wochenenden in der Bucher Natur Konzepte für ein Denkmal zu Ehren von Otto Freundlich (1878-1943) entwickelt. Gearbeitet wurde dabei mit den Materialien Stein und Holz.

Mit dem Denkmal soll eine humanistische Idee des Malers und Bildhauers Otto Freundlich aufgegriffen werden. Der deutsch-jüdische Künstler und Humanist entwickelte zusammen mit seiner Lebensgefährtin Hannah Kosnick-Kloss die Idee einer völkerverbindenden Skulpturenstraße. Sie sollte ein sichtbares Zeichen für die Abkehr von Krieg und menschlicher Gewalt sowie für das friedliche Zusammenleben der Nationen werden. Freundlich konnte seine Idee nicht mehr verwirklichen. Die Nazis ermordeten ihn im KZ Lublin-Majdanek. Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Fohrer griffen Freundlichs Idee der Skulpturenstraße vor einigen Jahren auf. In internationalen Bildhauerworkshops entstanden inzwischen 159 Kunstwerke. Sie sind inzwischen im Bucher Forst dauerhaft in einer Skulpturen-Linie zu sehen. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins „SprachCafé Polnisch“ soll nun ein Denkmal entstehen, das ebenfalls in dieser Skulpturenlinie seinen Platz finden soll. BW

Weitere Informationen gibt es auf bb-ewerk.jimdo.com/sprach-formen-ohne-grenzen.
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