500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zum Tierquäler führen

Stefan Klippstein mit der angeschossenen Taube vom Bahnhof Zoo. (Foto: privat)

Charlottenburg. Viele Bürger empfinden die Tauben in der City als eine Plage, andere wiederum füttern sie, weil sie befürchten, die Tiere finden nicht ausreichend Nahrung.

Auch der überall verbreitete Taubendreck trägt nicht gerade zur Verbesserung des Ansehens der City bei. Dies ist jedoch kein Grund, die Tiere zu quälen.So ist es bei einer Taube geschehen, die Anfang August von Passanten in der Hardenbergstraße entdeckt wurde. Unter dem Auge des Tieres steckte ein pinkfarbener Pfeil, wie man ihn im Blasrohrsport verwendet. Inzwischen konnte die Taube gefangen werden, und ein Tierarzt hat den Pfeil entfernt.

"In den vergangenen Jahren wurden bundesweit immer wieder Tauben gefunden, in deren Körpern Pfeile steckten", teilt das Deutsche Tierschutzbüro mit. Sein Sprecher Stefan Klippstein sagt: "Das ist eine grausame Form der Tierquälerei. Die Tauben sind nicht sofort tot, sondern quälen sich über Tage oder Wochen unter immensen Schmerzen." Solche Tierquälerei kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Tierschutzbüro hat Anzeige erstattet und auch eine Belohnung von 400 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Tierquälers führen. Durch die Spende eines Bürgers wurde die Prämie auf 500 Euro erhöht.

Hinweise nimmt das Deutsche Tierschutzbüro unter 303 663 944 entgegen. www.tierschutzbuero.de.

Frank Wecker / FW
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