Ehemaliges Hotel Bogota könnte unzugänglich werden

Historischer Wert hinter weißer Fassade: In der Schlüterstraße 45 könnten Büros entstehen. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Darf das Innere des Hotel Bogota nach dem Auszug und dem Umbau zum Bürohaus noch besichtigt werden? Stadtrat Marc Schulte (SPD) hat nur wenig Hoffnung.

Inzwischen ist die Nutzung des Gebäudes in der Schlüterstraße 45 als Gästehaus Geschichte. Das Hotel Bogota schloss, wie in der Berliner Woche berichtet, Anfang Dezember seine Pforten. Und im Ausschuss für Stadtentwicklung stellte sich nun die Frage nach der neuen Nutzung.

Seit 1995 gilt für das nunmehr 102 Jahre alte Gebäude Denkmalschutz. Auf Beschluss der Bezirksverordneten soll das Bezirksamt dafür Sorge tragen, dass dies beim Umbau tatsächlich beachtet wird. Von besonderem historischen Wert seien die Räume der ehemalige Reichskulturkammer, in der Nazi-Funktionäre einst Filme zensierten, sagte Christiane Timper, die kulturpolitische Sprecherin der SPD.

Über konkrete Umbauwünsche des Besitzers Thomas Bscher ist Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) bislang noch nichts bekannt. In der Vergangenheit hatte Thomas Bscher allerdings durchblicken lassen, Praxen und Büros in dem ehemaligen Hotel einrichten zu wollen. "Dass es dann eine denkmalschutzrechtliche Prüfung geben muss, ist klar", konnte Schulte beruhigen. Der Antrag, den die Ausschussmitglieder auf den Weg brachten, sieht auch vor, auf die Begehbarkeit zu drängen. In diesem Punkt sieht Schulte jedoch keine rechtliche Handhabe. "Zugänglichkeit lässt sich zwar erbitten, aber nicht erzwingen", versetzte er den Hoffnungen einen Dämpfer.


Thomas Schubert / tsc
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