Schulstudie bescheinigt solide Versorgung

An den Bildungseinrichtungen des Bezirks - im Bild die Friedrich-Ebert-Schule - ist die Gefahr des Unterrichtsausfalls relativ gering. (Foto: Schubert)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Unterrichtsausfall, unbesetzte Stellen, schlechtes Management - diese Probleme sind im Bezirk weniger verbreitet als in anderen Bezirken Berlins. In der Untersuchung "Blickpunkt Schule" gehört Charlottenburg-Wilmersdorf zu den Gewinnern.

Mit einer Unterrichtsversorgung von knapp über 100 Prozent konnten Schulstunden im Bezirk zumeist auch dann stattfinden, wenn ein Lehrer erkrankt war. So geht es aus dem "Blickpunkt Schule" für die Jahre 2012 und 2013 hervor, den die Senatsverwaltung für Bildung neu veröffentlicht hat.

Anders als Schulen in einigen Außenbezirken und an sozialen Brennpunkten gelingt es den Bildungseinrichtungen im Bezirk demnach relativ problemlos, offene Stellen zu besetzen. Charlottenburg-Wilmersdorf gehört laut der Untersuchung zu den fünf bestversorgten Bezirken.

Mit einer Unterrichtsversorgung von sogar 104 Prozent gilt der Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg als besonders gut ausgestattet. Doch auch diese Spitzenquote gilt es kritisch zu betrachten. So fordert die Initiative der angestellten Lehrer "Bildet Berlin" eine flächendeckende Mindestausstattung von 105 Prozent, um fachgerechte Unterrichtsvertretungen zu garantieren. Die größten Defizite hatten zuletzt Spandau, Mitte und Treptow-Köpenick. Sie blieben in den vergangenen beiden Jahren klar unter der 100-Prozent-Quote. Ungleich verteilt sind die Lehrer nicht nur regional, sondern auch bei den Schulformen: Während berlinweit an Sekundarschulen 62 Vollzeitlehrer fehlen, gibt es an Gymnasien 72 zu viel.


Thomas Schubert / tsc
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