TuS Makkabi unterlag beim 1. FC Wilmersdorf

TuS Makkabi (blau/weiß) unterlag am 1. September dem 1. FC Wilmersdorf und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. TuS Makkabi wartet auch nach sechs Spieltagen in der Berlin-Liga weiter auf den ersten Saisonsieg: Am Sonntag, 1. September, verlor die Truppe um Trainer Frank Harzheim gegen den 1. FC Wilmersdorf mit 1:4 (1:3).

"Die erste Halbzeit haben wir völlig verpennt", nahm der Coach kein Blatt vor den Mund. "Wir waren planlos, hatten keine Einstellung, keine Bereitschaft - da fehlen mir eigentlich die Worte. Ich kann jeden, der diese erste Halbzeit nicht gesehen hat, nur beglückwünschen."Die Gäste aus Wilmersdorf waren bereits nach zwölf Minuten durch einen Treffer von Phil Gries in Führung gegangen. Zwar gelang Tom-Melvin Schmidt nur knapp zehn Minuten später für Makkabi der Ausgleich. Doch die zielstrebigeren Wilmersdorfer gingen durch Treffer von Denis Barcic (26.) und einen Elfmeter von Dennis Arndt (36.) noch vor der Pause mit 3:1 in Führung.

Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber dann mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz und wirkten engagierter. Allerdings ließ sich Makkabis Jamal Wolff zu einem unnötig groben Foulspiel an der Mittellinie gegen Dennis Arndt hinreißen und sah völlig zu Recht die Rote Karte. Zwar spielte der TuS nur knapp zehn Minuten in Unterzahl, weil sich Wilmersdorfs Denis Barcic nach einer vermeintlichen Tätlichkeit ebenfalls vorzeitig zum Duschen verabschiedete. Doch zu großen Torchancen - abgesehen von einem Freistoß, der an der Latte des Wilmersdorfer Tores landete - kam der TuS nicht mehr.

Die Bilanz nach sechs Spieltagen ist ernüchternd: Mit nur einem Remis und fünf Niederlagen steht der TuS Makkabi am Tabellenende in der Berlin-Liga. Und das, nachdem man noch in der Vorsaison nahezu sensationell den zweiten Platz erreicht hatte. Doch mit Erdal Özdal, René Robben, Matthias Kindt und Lucas Zappke wechselten allein vier Leistungsträger zu Hertha 03 Zehlendorf. Das Team vom TuS Makkabi befindet sich im Umbruch. Coach Harzheim muss zahlreiche neue Spieler integrieren und zu einer Einheit formen. Allerdings hatte er gehofft, dass die Findungsphase zum jetzigen Zeitpunkt bereits abgeschlossen sei: "Umso mehr komme ich ins Grübeln, wenn ich das heutige Spiel sehe. Diese Leistung kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich fehlt uns auch ein Sieg für das Selbstbewusstsein. Aber nach dem heutigen Tag muss ich attestieren: Es fehlt noch mehr."

Und doch blickt der Trainer optimistisch in die Zukunft: Man werde unermüdlich weiter arbeiten, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. "Wir haben eine gute Mannschaft mit viel Potenzial. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass wir unsere Punkte noch einfahren werden."

Auch die Konkurrenz, wie Trainerkollege Michael Michels vom 1. FC Wilmersdorf, glaubt fest an den TuS: "Makkabi hat zwar zu Saisonbeginn viele gute Spieler verloren. Aber man hat hier auch in diesem Jahr wieder eine junge und talentierte Truppe zusammen, die da unten definitiv noch herauskommen wird."


Michael Nittel / min
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