Großprojekt Siegerland-Grundschule / Bolzplatz bleibt erhalten

Hier entsteht der Modulare Ergänzungsbau mit zwölf Klassenzimmern. (Foto: Ulrike Kiefert)

Falkenhagener Feld. Die Siegerland-Grundschule braucht mehr Platz. Deshalb bekommt sie einen modularen Ergänzungsbau, eine größere Mensa und einen schöneren Schulhof. Der öffentliche Bolzplatz nebenan bleibt erhalten.

Steigende Schülerzahlen und stressiger Filialbetrieb machen den modularen Ergänzungsbau an der Siegerland-Grundschule nötig. Die Bodenplatten werden an der Westerwaldstraße 19-21 bereits verlegt. Bis zum Herbst soll der Drei-Etagen-Bau mit zwölf Klassenzimmern fertig sein. Wegen der vielen vorgefertigten Standardkomponenten sind solche Ergänzungsbauten schnell aufgestellt. Mit den berüchtigten Containerklassen alter Schule haben sie allerdings nichts mehr gemein. 50 Jahre sollen sie schon nutzbar sein, sind darum mehr als nur Provisorium. Für die 419 Schüler erledigen sich mit dem neuen Modul auch lange Wege. Denn die Siegerland-Grundschule arbeitet im Filialbetrieb. Zweiter Standort ist die B.-Traven-Oberschule an der Remscheider Straße, wo die Siegerländer seit Jahren leere Räume nutzen.

Doch der Ergänzungsbau ist nicht das einzig Neue an der Schule. Wie auf einer Informationsveranstaltung am 3. Juni mit Planern und Bezirksamt deutlich wurde, wird außerdem die Mensa um 60 auf 170 Plätze erweitert.

Weil der Modulare Ergänzungsbau den Schulhof verkleinert, wird im Grünflächenamt bis Jahresende der Entwurf zur Neugestaltung des Hofes erarbeitet. Ideen gibt es viele, wie Manfred Dietzen vom Arbeitskreis "Grün macht Schule" zu berichten wusste. Mit den Schülern fand nämlich im Vorfeld ein Workshop statt. Kletterspinne, Trampoline, Lümmelpodeste, grüne Rückzugsnischen und ein Fußballfeld sind nur einige der Wünsche, die in die Vorplanung einflossen. Daneben will das Grünflächenamt auch den öffentlichen Bolzplatz und den Spielplatz neben der Schule schöner gestalten und neue Spielgeräte aufstellen. Gerade der Bolzplatz sei bei den Jugendlichen sehr beliebt und müsse erhalten bleiben, sagte Hakan Budak, Leiter des Klubhauses Westerwaldstraße.

Bleibt am Ende noch der Hermann-Schmidt-Weg, der wegen der Bauarbeiten zum Ergänzungsbau gesperrt ist und als Zufahrt für die 40-Tonner genutzt wird. Etwa 17 Bäume mussten dafür fallen. "Die Straße wird aber neu gepflastert, neue Bäume gepflanzt und zehn weitere Straßenlampen aufgestellt", informierte Benjamin Könecke von der "Planergemeinschaft Kohlbrenner eG." Bis zum Sommer 2016 soll der Weg dann wieder nutzbar sein. Das sicherte auch Horst Lorenz, Leiter des Schul- und Sportamtes zu.

In sämtliche Baumaßnahmen fließen mindestens sechs Millionen Euro als Fördermittel aus dem Stadtumbau West.


Ulrike Kiefert / uk
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