Der Spreetunnel wird saniert

Jährlich passieren mehrere Zehntausend Spaziergänger den 1927 eingeweihten Spreetunnel. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Spreetunnel Friedrichshagen |

Friedrichshagen. Am Spreetunnel in Friedrichshagen haben die Bauarbeiten begonnen. Bis Mai 2016 wird die Flussunterquerung saniert.

Für rund 600 000 Euro werden Treppenanlage, Fahrradrampen und seitlichen Handläufe erneuert. Beide Zugangstreppen erhalten ein Mittelgeländer. Fassaden und Decken werden renoviert, ebenfalls die charakteristischen grünen Wandfliesen. Außerdem erhält der Tunnel eine neue Beleuchtung sowie eine moderne Entwässerung. Die Arbeiten werden in mehreren Abschnitten ausgeführt, dadurch bleibt der Tunnel jederzeit passierbar.

Der Spreetunnel war 1927 gebaut worden, weil eine Kettenfähre an gleicher Stelle an schönen Wochenenden nicht mehr alle Ausflügler übersetzen konnte. Erstmals in Deutschland wurde die Senkkastenmethode angewandt, bei der der Tunnel oberirdisch vorgefertigt und anschließend versenkt wird. Die Decke liegt rund vier Meter unter der Wasseroberfläche. Aus Sicherheitsgründen ist sie eineinhalb Meter hoch mit Flussuntergrund überschüttet. Der Spreetunnel steht unter Denkmalschutz.

Er führt vom Müggelpark auf Friedrichshagener Seite in die zu Köpenick gehörende Kammereiheide. Dort befand sich bis 1945 das Gasthaus "Müggelschlößchen" der Brauerei Bürgerbräu. Vor Kurzem ging das frühere Gaststättengrundstück im Rahmen einer Versteigerung an einen bisher unbekannten Privatmann. RD
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