60 Prozent der Befragten fordern längere Öffnungszeiten der Bibliotheken

Wer liest, hat den Durchblick. Das wissen die Nutzer der Bibliotheken. (Foto: Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Besucher der Bibliotheken im Bezirk sind insgesamt mit dem Angebot einverstanden. Das ergab eine Studie zu den Berliner Büchereien, die Ende August vorgestellt wurde.

Demnach zeigten sich 90 Prozent der Nutzer in Friedrichshain-Kreuzberg zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Gute Noten gab es sowohl für die Medienauswahl, die Räumlichkeiten sowie die Betreuung durch das Fachpersonal. Insbesondere die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz der Mitarbeiter wurden mit Bestnoten bewertet.

Allerdings kamen auch Verbesserungsvorschläge. Rund 60 Prozent der Befragten hätten gerne längere Öffnungszeiten. Viele wünschen sich mehr Platz zum konzentrierten Arbeiten. Auch eine Cafeteria an weiteren Standorten wurde immer wieder genannt. Bisher gibt es so einen Treffpunkt nur in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda an der Frankfurter Allee.

Rund 34.000 Einwohner in Friedrichshain-Kreuzberg sind aktive Nutzer in den derzeit fünf bezirklichen Büchereien. Im Jahr 2013 gab es mehr als 1,5 Millionen Ausleihen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung um fünf Prozent. Der Gesamtbestand umfasst rund 255.000 Titel. Neben Büchern unter anderem auch CDs, DVDs oder Hörbücher.

Für die Studie wurden im Herbst 2013 exakt 999 Menschen im Bezirk persönlich befragt. 13.000 waren es in ganz Berlin. Dazu kamen 2000 Telefoninterviews. Initiiert wurde die Erhebung von den öffentlichen Bibliotheken Berlins. Sie wollen dadurch nicht nur ein Bild von der Akzeptanz und weiteren Wünschen bekommen, sondern auch erfahren, welche Personen bevorzugt die Büchereien aufsuchen und welche weniger.

In Friedrichshain-Kreuzberg sind 51 Prozent der Besucher zwischen 30 und 49 Jahre alt. Damit ist das Publikum hier deutlich jünger als im Berliner Durchschnitt. Mehr als 60 Prozent aller Nutzer sind weiblich, 54 Prozent der Kunden berufstätig, ein Drittel kommt aus Migrantenfamilien. Eine weitere Bibliotheks-Umfrage soll es im vierten Quartal dieses Jahres geben.


Thomas Frey / tf
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