Negativer Jahresabschluss für 2013 im Bezirk

Friedrichshain-Kreuzberg. Am 31. März hat die Senatsfinanzverwaltung den Jahresabschluss der Bezirke für 2013 bekannt gegeben. Für Friedrichshain-Kreuzberg steht dort erneut ein Minus.

Demnach beendete der Bezirk das vergangene Haushaltsjahr mit einem negativen Saldo von 2,9 Millionen Euro. Das ist immerhin weniger, als zunächst befürchtet. Erste Schätzungen waren sogar von einem möglichen Fehlbetrag um die vier Millionen Euro ausgegangen.

Bereits 2012 hat Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Defizit von 2,7 Millionen Euro abgeschlossen und damals als einziger Bezirk rote Zahlen geschrieben. Obwohl sich das Defizit noch einmal um 200 000 Euro erhöhte, steht der Bezirk noch nicht einmal am Ende der Schuldnerliste. Steglitz-Zehlendorf mit einem Minus von 4,5 Millionen Euro und Tempelhof-Schöneberg - minus 3,5 Millionen Euro - hatten ein noch größeres Haushaltsloch. Insgesamt können sechs der zwölf Bezirke dieses Mal keinen ausgeglichenen Etat vorweisen.

Verantwortlich für das Defizit in der Bezirkskasse von Friedrichshain-Kreuzberg sind unter anderem der Sozialbereich mit seinen hohen Beträgen für die ambulante Pflege und die Schulen. In einigen Schulgebäuden gibt es mehr Plätze als Schüler. Das wirkt sich negativ auf die Kosten- und Leistungsrechnung aus.

Mit den 2,9 Millionen Euro Miesen verringert sich auch das bisherige Gesamtguthaben des Bezirks von 5,9 auf drei Millionen Euro. Der Sparstrumpf wurde in der Vergangenheit aufgefüllt, leert sich jetzt aber rapide. Bei noch einem Jahr mit einem ähnlich hohen Fehlbetrag wäre das Guthaben weg.


Thomas Frey / tf
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