Belastung mit Feinstaub in diesem Jahr wieder gestiegen

Die Messstelle an der Frankfurter Allee registrierte 2014 bereits 38 Tage mit einer Feinstaubbelastung über dem eigentlich zulässigen Höchstwert. (Foto: Frey)

Friedrichshain. An der Messstelle in der Frankfurter Allee gab es in diesem Jahr bereits 38 Tage, an denen der Feinstaubanteil in der Luft über der erlaubten Höhe von maximal 50 Mikrogramm pro Kubikmeter lag.

Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Anfrage der Friedrichshainer Abgeordneten Susanne Kitschun (SPD) hervor. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 galt das insgesamt nur für 25 Tage, 2012 waren es 23. Erlaubt sind eigentlich höchstens 35 Tage.

Nach Angaben der Senatsverwaltung ist für den erneuten Anstieg vor allem "eine dreiwöchige Episode großräumig erhöhter Luftbelastung zwischen Ende Februar und Mitte März" verantwortlich. Sprich, relativ kalte Temperaturen und wenig Wind.

Lokale Ursachen hätten beim verstärkten Feinstaub keine Rolle gespielt, wird betont. Das Hauptproblem sei insgesamt mit einem Anteil von fast zwei Dritteln an den Gesamtschadstoffen ein "regionaler Hintergrund". Damit sind zum Beispiel Industrieanlagen, etwa Kraftwerke, außerhalb von Berlin gemeint. Manche davon befinden sich in Polen.

Die größte Feinstaubquelle innerhalb der Stadt ist der Autoverkehr, der etwa 26 Prozent zu den Belastungen beiträgt. Sein Anteil an der Luftverschmutzung habe sich aber seit 2002 um rund ein Drittel reduziert, heißt es in der von Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) unterzeichneten Antwort. Als Grund dafür nannte er vor allem die Umweltzone in der Berliner Innenstadt. Parallel dazu sei das Verkehrsaufkommen in der Frankfurter Allee seit 2007 um knapp zehn Prozent zurückgegangen.

Auch für die kommenden Jahre rechnet die Senatsverwaltung damit, dass die Emissionen durch motorisierten Fahrzeuge weiter rückläufig sind. Schon deshalb, weil Ende 2014 die meisten Ausnahmen vom Fahrverbot in der Umweltzone auslaufen. Externe Belastungen werden aber wohl auch in Zukunft eine Rolle spielen.


Thomas Frey / tf
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