Aktion von TU-Studenten soll die Gropiusstadt verschönern

Gropiusstadt. Mit Kunst und Gestaltungsmitteln wollen Studierende der Technischen Universität (TU) Berlin die 1962 bis 1975 erbaute Großsiedlung beleben. Vom 18. bis 29. August gibt es zwei Mitmach-Aktionen auf dem Lipschitzplatz.

Zwischen den Hochhäusern in der Gropiusstadt mangelt es nicht an grünen Freiflächen. Allerdings führen viele ein Schattendasein. Diesen unbeachteten Flächen widmen sich Studenten der TU Berlin mit einer künstlerischen Intervention: Die "Platzvergoldung" findet vom 18. bis 29. August jeweils von 10 bis 18 Uhr auf dem Lipschitzplatz statt. Die TU-Studierenden der Fachgebiete Städtebau und Urbanisierung sowie Bildende Kunst werden eine versiegelte Freifläche mit 16 mal 16 Zentimeter großen, goldglänzenden, hauchdünnen Metallblättchen verzieren. Das "Blattgold" ist eine Kupfer-Zink-Legierung, die das Material golden erscheinen lässt und später nachdunkelt.

Vorangegangen ist dieser Aktion ein zweijähriger Prozess im Rahmen des Forschungsprojekts "Nachbars Gärten" der TU Berlin. Unter dem Titel "Wir machen Lipschi" haben die Studenten mit dem Verein ImPuls, den Wohnungsunternehmen und Bewohnern der Gropiusstadt Ideen gesammelt und umgesetzt. Das Quartiersmanagement (QM) steuerte Mittel aus dem Programm Soziale Stadt bei.

"Viele Bewohner haben im Laufe des Beteiligungsprozesses in Workshops am Projekt mitgewirkt", erzählt QM-Leiterin Heike Thöne. Auch dieses Mal können Interessierte sich einbringen, indem sie ein Stück "Gold" verlegen. Material wird zur Verfügung gestellt. Eine weitere Aktion "Drei Nüsse für die Gropiusstadt" ist am 29. August entlang eines Radweges am Lipschitzplatz geplant. Von 16 bis 18 Uhr werden dort ein Walnuss-, ein Haselnuss- und ein Mandelbaum gepflanzt. Zwei Baumpaten sind bereits gefunden, ein dritter wird noch gesucht. Drei Sitzsteine unter den Bäumen in Form einer Walnuss, einer Haselnuss und einer Mandel werden das Warten auf die reifenden Nüsse symbolisieren. Angefertigt wurden die Steine an der TU unter künstlerischer Leitung des Bildhauers Alex Gross.


Sylvia Baumeister / SB
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