Versöhnlicher Abschluss: Berliner SC geht mit Siegesserie in Winterpause

Vorbildlicher Kapitän: Louis Arnst (schwarz) und der Berliner SC haben 2016 mit den jüngsten Erfolgen positiv abgeschlossen. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Hubertusallee |

Grunewald. Für die Fußballer vom Berliner SC kommt die Winterpause zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Mit vier Siegen in Folge, darunter auch der 1:0-Erfolg im Pokal über den Oberligisten Tennis Borussia Berlin, sind die Kicker von der Hubertusallee in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub gegangen.

„Wir haben im Dezember tatsächlich das Optimum herausgeholt und können deshalb zu Recht von einem sehr versöhnlichen Jahresabschluss sprechen“, freut sich BSC-Coach Andreas Weiß über die jüngsten Erfolge. „Diese Ergebnisse hat sich die Mannschaft hart erarbeitet und deshalb auch redlich verdient. Wirklich schade, dass jetzt die Pause kommt.“ Mit sieben Siegen, drei Remis und sieben Niederlagen überwintert der BSC in Berlins höchster Spielklasse mit 24 Punkten auf Platz neun. „Ein einstelliger Tabellenplatz war und ist unser Minimalziel. Deshalb ist es schön, dass wir ihn schon mit dem Ende der Hinrunde erreicht haben.“

Mit Schlussmann Stephan Maus, den Coach Weiß für einen der besten Berlin-Liga-Torhüter hält, Kapitän Louis Arnst, der mittlerweile auch in der Innenverteidigung aufläuft und den sein Trainer als „Anker in der Defensive“ bezeichnet, Mittelfeldmotor Nicola Thiele und Angreifer Andre Schiller, der auch am letzten Hinrunden-Spieltag beim 4:0-Sieg über die Füchse Berlin zweimal traf und insgesamt ebenso wie Sturmkollege Stefan Gehring sieben Tore erzielt hat, verfügt der BSC über eine starke Achse. „Einzelne Spieler hervorzuheben wird dieser Mannschaft aber eigentlich nicht gerecht“, betont Weiß dennoch. „Alle haben sich eingebracht. Jeder Einzelne hat seinen Anteil. Wir haben eine großartige Trainingsbeteiligung und einen tollen Teamspirit.“ Und auch für seinen Trainerkollegen Wolfgang Sandhowe, der seit dem Sommer beim BSC ist, hatte Andreas Weiß ein paar lobende Worte parat: „Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung macht es nicht nur unheimlich viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten, ich persönlich lerne auch sehr viel von ihm und habe bei jedem Training das Gefühl: Das dürfte jetzt ruhig noch eine Stunde länger gehen.“

Bleibt die Frage, was jetzt im Pokal noch möglich ist? Das Viertelfinale ist erreicht, die Auslosung dafür am 20. Januar. Und mit den Regionalligisten BFC Dynamo und FC Viktoria sowie dem Oberligisten VSG Altglienicke sind nur noch drei Teams im Topf, die höherklassiger spielen als der Berliner SC. Doch Andreas Weiß ist und bleibt bescheiden: „Ganz ehrlich gesagt, jetzt sind nur noch richtig gute Mannschaften mit dabei. Auch die Teams aus der Landesliga, die es bis ins Viertelfinale geschafft haben, können richtig gut kicken. Deshalb wird die Tagesform entscheiden. An guten Tagen – vor allem bei einem Heimspiel – müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken. Deshalb sage ich: Das Team, das uns am 20. Januar zugelost werden wird, ist dann auch mein Wunschgegner.“ min
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