Bluten für die gute Sache: Zahlreiche Mitarbeiter spendeten Lebenssaft

Entspannt lag Gesundheitsstadtrat Frank Bewig nach dem kleinen Piecks auf der Liege und sah zu, wie sein Blut in die Konserve floss. (Foto: Michael Uhde)
Berlin: Rathaus Spandau |

Spandau. Mit gutem Vorbild ging Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (CDU) am 28. Juli voran und spendete Blut. Im Bürgersaal des Rathauses an der Carl-Schurz-Straße 2/6 begab er sich am Nachmittag vertrauensvoll in die Hände von DRK-Schwester Nadja und ließ sich für die gute Sache in die Blutbahn piksen.

Gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Spandauer Verwaltung, Karsten Bachmann, und dessen Stellvertreter Klaus-Dietrich Schmitt hatte Bewig die rund 1500 Mitarbeiter des Bezirksamts zur Blutspende aufgerufen. „Rund 1100 Mitarbeiter hatten wir per Email erreicht“, sagte Schmitt. Zahlreiche Mitarbeiter waren dem Aufruf gefolgt und standen Schlange vor dem Bürgersaal.

Der dringende Bedarf an Blutkonserven war Bewig und dem Betriebsrat Anlass genug für diese Aktion, die auf die Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam machen sollte. „Ein großer Teil der Bundesbürger ist mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen“, heißt es in einer Stellungnahme des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Vorbeugen sei schwierig, denn Blutspenden seien nur begrenzt lagerfähig. Die roten Blutkörperchen können zudem nur 42 Tage gelagert werden. Die Blutplättchen seien sogar nur vier Tage nach der Spende haltbar. Nur das Plasma könne tiefgefroren bis zu zwei Jahre eingelagert werden.

Besondere Probleme bei den Blutspenden hat dem DRK der lang andauernde Poststreik bereitet. Denn so konnten viele potentielle Spender nicht per Brief zur Abgabe des lebenspendenden Safts eingeladen werden. Weiterer Grund für den Mangel an Blutkonserven ist zudem die momentane Ferienzeit. Dabei kann jeder bis zum Alter von 65 Jahren Erstspender werden, für Mehrfachspender endet diese Möglichkeit erst mit Ende des 71. Lebensjahrs. Männer können pro Jahr sechs Mal, Frauen vier Mal spenden.

„Um dem Mangel an Blutspendern zu begegnen, werde ich im September nach den Sommerferien alle Spandauer zur Blutspende aufrufen“, kündigte Bewig nach überstandener Blutabnahme an. Der Termin werde im Oktober sein. „Und da kann wirklich jeder mitmachen, denn so schlimm ist dieser kleine Stich nun wirklich nicht“, schilderte Bewig seine Erfahrung. Ud
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