Das (vorläufige) Ende einer Ära: VfB Hermsdorf steigt nach 18 Jahren ab

Der VfB Hermsdorf – hier Danny Teichfischer (rot) – muss nach 18 Jahren aus der höchsten Berliner Spielklasse absteigen. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Seebadstraße |

Hermsdorf. Nach 18 Jahren ist der VfB Hermsdorf nun also tatsächlich aus der Berlin-Liga, ehemals Fußball-Verbandsliga, abgestiegen. Der Verlust von vielen sehr guten Spielern in den zurückliegenden Jahren war einfach nicht mehr zu kompensieren. Nun steht der VfB in der Landesliga vor einem Neuanfang.

Ein wesentlicher Grund des Scheiterns ist der personelle Aderlass, der die Hermsdorfer in den letzten Jahren ereilte: Mit Niclas Warwel, Marc Zellner und Mike Ryberg verlor der VfB allein drei hochtalentierte Kicker, die teilweise als Leistungsträger mit Hertha Zehlendorf 03 in dieser Spielzeit in der Fußball-Oberliga sogar an das Tor zur Regionalliga klopften. Darüber hinaus verließen aber auch wichtige Spieler wie Robin Moerer und Florian Venz den Klub. Insgesamt verlor der VfB in den letzten Jahren nahezu eine komplette Elf, viele wichtige Stützen, die zusammen genommen ein Topteam in der Berlin-Liga hätten sein können. Auch das Karriereende von Abwehrchef Oliver Münchow, der ab der Winterpause mit Uwe Grossmann das Traineramt bekleidete, schmerzte sehr.

Keine interne Lösung auf dem Trainerposten

Da Münchow seinen Lebensmittelpunkt aus beruflichen und privaten Gründen nach Wolfsburg verlagern und ab der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird, hat der VfB reagiert und für die Spielzeit 2016/17 ein neues Trainergespann präsentiert: Ab dem Sommer werden Detlef Fitzek, zuletzt beim SC Gatow und bei Blau Weiss in Tempelhof aktiv, und Manfred Adler die Geschicke im Trainerstab leiten. Eine „interne Lösung“, wie sie von einigen Mitgliedern favorisiert worden war, kam nicht zu Stande. Uwe Grossmann wird aber weiterhin als Co-Trainer zur Verfügung stehen. Alle drei Coaches kennen sich persönlich und haben früher schon zusammengearbeitet. Ein wichtiges Anliegen des Klubs ist es, künftig wieder eine bessere Zusammenarbeit zwischen der 1. und der 2. Mannschaft des VfB, die in der Bezirksliga kickt, zu gewährleisten.

Darüber hinaus hat mittlerweile auch Abteilungsleiter Christian Schmidt sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Seine Nachfolge wird Bernd Adam antreten, der die Abteilung zunächst kommissarisch leiten wird. min
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