Eltern und die Opposition lehnen Modulare Ergänzungsbauten an der Adolfstraße ab

Rudolf Sudhoff zweifelt, ob das Abriss der alten Schulgebäudes in der Adolfstraße überhaupt nötig ist. Er fordert die Offenlegung der Bauunterlagen unter Einbeziehung der Bezirksverordnetenversammlung. (Foto: Harald Ritter)
Berlin: Franz-Carl-Achard-Grundschule |

Kaulsdorf. Wegen Hausschwamms will das Bezirksamt die Franz-Carl-Achard-Grundschule dem Erdboden gleich machen. An gleicher Stelle sollen Modulare Ergänzungsbauten (MEBs) aufgestellt werden. Gegen den Plan regt sich Widerstand.

Anfang September hat das Bezirksamt nach langem Zögern die Schließung des Schulgebäudes in der Adolfstraße in Kaulsdorf und den Umzug von Schülern und Lehrern in die Marcana-Schule in der Fläming Straße in Marzahn Nord entschieden. Nach Prüfung mehrerer Varianten entschied es sich gegen die Sanierung des alten Gebäudes oder den Bau eines neuen Schulgebäudes. Das Aufstellen von MEBs gehe schneller und sei billiger.

Eine Zusage über die Übernahme der Kosten liegt vonseiten der Finanzverwaltung des Senats vor. Die Senatsbildungsverwaltung hält sich mit Stellungnahmen bislang zurück. Das Zögern hat damit zu tun, dass es bisher in Berlin keinen einzigen Schulstandort gibt, der nur aus Ergänzungsbauten besteht. Die MEBs existieren bislang nur als Klassenzimmer, nicht aber als Lehrerzimmer oder Büros.

Viele Eltern lehnen die MEB-Lösung ab, unter anderem weil die Bauzeit mindestens zwei Jahre beträgt. In dieser Zeit müssten die Grundschüler weiter nach Marzahn Nord reisen. Eine Alternative zur Marcana-Straße konnte das Bezirksamt auf der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Nachfrage der Eltern nicht anbieten.

Die Linke und die Piratenpartei wollen dagegen in der Abrissfrage Zeit gewinnen. Sie stellten den Antrag, Container oder gemietete Module aus Holz auf dem Gelände an der Adolfstraße aufzustellen. So könnten die Schüler schneller an den alten Standort zurückkehren. Diese Zwischenlösung fand jedoch keine Mehrheit.

Unterdessen hat der Kaulsdorfer Bauingenieur Rudolf Sudhoff Zweifel an der Notwendigkeit eines Abrisses und fordert Akteneinsicht. Die Argumente des Bezirksamtes seien nicht stichhaltig. Die veranschlagten Kosten und der berechnete Zeitraum für eine Sanierung hält er für übertrieben. Sudhoff möchte nun das Bauamt zwingen, seine Akten offenzulegen. Die Fraktion der Piratenpartei unterstützt ihn dabei. hari
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