Senat hat keine Erkenntnisse über Recyclingfirma

Treptow-Köpenick. Wer mit dem Recycling Team Berlin (RTB) einen Vertrag hatte, wird wohl auf den Kosten sitzen bleiben. Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz hat keine Erkenntnisse zum Geschäftsbetrieb.

Nachdem sich Tausende Kunden, bei denen die bestellten Papiertonnen ab Februar nicht mehr geleert wurden (Berliner Woche berichtete) gemeldet hatten, hatte der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier im Rahmen einer schriftlichen Anfrage beim Senat nachgefragt, was mit der Firma RTB los wäre.

Das Resultat fiel bescheiden aus. In der Antwort wird auf Presseberichte verwiesen, auch darauf, dass Journalisten an den Firmenadressen des Unternehmens keine Ansprechpartner mehr fanden. Das hatte die Berliner Woche Anfang März bereits selbst festgestellt. Dafür weist der Senat jetzt darauf hin, dass Grundstücksbesitzer Papierentsorgung bei anderen Unternehmen bestellen können. Bei den Geldforderungen - zum Beispiel den 50 Euro Pfand für die Sammeltonnen - könnten sich Betroffene an einen Rechtsanwalt wenden. Sie sollten aber prüfen, "...ob sich der Aufwand der Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe lohnt, zumal die Werthaltigkeit ihrer Forderungen im Fall einer etwaigen Insolvenz der Firma ohnehin anzuzweifeln ist", schreibt die zuständige Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Sabine Toepfer-Kataw (CDU).

Telefonisch oder per E-Mail ist Recycling-Team Berlin übrigens nach wie vor nicht zu erreichen. Und im Insolvenzverzeichnis des Amtsgerichts taucht die Firma ebenfalls nicht auf.


Ralf Drescher / RD
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