Ausstellung im Mühlenhaupt Museum

Surreale Phantasien. Ein Werk von Artur Märchen. (Foto: Copyright: Community Impulse Initiative)

Kreuzberg. Er war bekannt als Erzähler phantastischer Geschichten. So kam Artur Raake (1932-2002) zu seinen Spitznamen - Artur Märchen.

Ihm ist bis 30. August die aktuelle Ausstellung im Mühlenhaupt Museum in der Markthalle am Marheinekeplatz gewidmet. Denn Artur Märchen war nicht nur als Unterhalter, sondern auch als Maler einer zentrale Figur der Kreuzberger Bohème der 1960er und 70er Jahre.

Unter dem Titel "Fantastischer Realist - realistischer Fantast" ist jetzt zum ersten Mal nach seinem Tod ein breiter Überblick seines künstlerischen Schaffens zu sehen. Gezeigt werden vor allem Ölgemälde und Drucke. Die häufig surrealen Motive entstammten meist seiner Phantsiewelt. Fabelwesen, Spukszenerien oder Figuren mit menschlichen und tierischen Eigenschaften tauchen immer wieder auf. Märchen-Bilder in ihrer doppelten Bedeutung.

Gemalt hat Artur Märchen seit seiner Jugend. Aber erst viel später verdiente er damit einen Teil seines Lebensunterhalts. Davor waren Matrose, Karussellmacher, Kneipenmusiker, Leierkastenbauer oder Uhrmacher einige seiner Berufe.

Die Ausstellung basiert auf seinem Nachlass, der sich im Friedrichshain-Kreuzberg Museum befindet. Weitere Exponate kamen von privaten Leihgebern. Sie wird ergänzt durch weiteres biographisches und dokumentarisches Material.

Die Hommage an Artur Märchen ist Teil des Zyklus "Inside Out Teil 1", der sich in diesem und im kommenden Jahr im Mühlenhaupt Museum mit Vertretern der Kreuzberg Bohème beschäftigt. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 8 bis 20, Sonnabend, 8 bis 18 Uhr.


Thomas Frey / tf
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