Investor Hans-Georg Schimmang kritisiert Kreuzberger Baustadtrat

Kreuzberg. Wie berichtet ist der Verkauf des Behala-Grundstücks an der Schillingbrücke an den Stuttgarter Investor Hans-Georg Schimmang Ende September geplatzt.

Schimmang macht dafür die Haltung des Bezirks und namentlich Baustadtrat Hans Panhoff (B 90/Grüne) verantwortlich. Panhoff habe den Umzug des sogenannten Seveso II-Betriebs OTEK an der Köpenicker Straße verhindert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bevor die OTEK dort nicht verschwunden ist, kann es auf der Behala-Fläche kein Baurecht geben. Er habe mit dem Unternehmen vereinbart, dass es bis zum 30. April den störfallrelevanten Teil ihrer Firma aus der Köpenicker Straße abzieht, sagt Schimmang.

Dieser Bereich sollte als Zwischenlösung an einen weiteren OTEK-Standort in der Oranienstraße verlegt werden. Und zwar so lange, bis eine neue Betriebsstätte außerhalb von Kreuzberg fertig ist. Den Umzug hätte der Investor nach eigenen Angaben mit einer Summe von elf Millionen Euro finanziert.

Der Baustadtrat habe aber die Verlagerung abgelehnt. Nach seiner Einschätzung werde die BVV keinem Baurecht auf dem Behala-Areal zustimmen, wenn zuvor nicht nur die Abstandsproblematik an der Köpenicker, sondern auch an der Oranienstraße geklärt sei.

Aber auch unabhängig von diesem Problem stießen Schimmangs Baupläne im Stadtplanungsausschuss auf Widerstand. Zu massig, zu luxuriös, so die Kritik. Der Mehrheit wäre es am liebsten, wenn das Grundstück an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft wird, die dort einen hohen Anteil geförderte und damit preisgünstige Wohnungen baut.


Thomas Frey / tf
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