Stadtrat entschuldigt sich für das Vorgehen in Sachen Tiergehege

Kreuzberg. Dass das Vorgehen beim Tiergehege im Viktoriapark eher unglücklich war, scheint inzwischen auch den Verantwortlichen im Bezirksamt zu dämmern.

"Wir haben Fehler in der Kommunikation gemacht, für die wir uns entschuldigen", erklärte Baustadtrat Hans Panhoff (B 90/Grüne) am 5. November im Ausschuss für Stadtplanung.

Die Ziegen, Kaninchen und Vögel waren am 24. Oktober in einer Nacht- und Nebel-Aktion abtransportiert und das Ende des Mini-Zoos verkündet worden. Dagegen regte sich massiver Widerstand. Nachbarn starteten eine Unterschriftenaktion und am 29. Oktober beschloss die BVV die Rückkehr der Tiere.

Das soll zwar bald passieren, aber bisher gibt es noch keinen Termin. Vorher müssten noch einige Dinge geklärt werden, meint der Stadtrat. Aussagen, die die Protestgemeinde mit Argwohn betrachtet. "Herr Panhoff scheint auf Zeit zu spielen", vermutet Ranko Markovic. Dabei sei bereits von einer Amtstierärztin festgestellt worden, dass die Tiere ohne Probleme weiter im Gehege leben können.

Etwas weiter scheint das Bezirksamt in der Frage des künftigen Betreibers zu sein. Mit dem Verein "Vogelgnadenhof - Altenheim für Tiere" aus Pankow gab es inzwischen die ersten Gespräche. Wie berichtet hatte der Verein angeboten, die Anlage zu übernehmen.

Für die Tierfreunde und manche Bezirksverordnete zeigt das, dass das Gehege gerade für freie Träger interessant ist. Das Bezirksamt hatte dagegen das geplante Aus vor allem damit begründet, dass sich trotz vieler Bemühungen kein Nutzer gefunden habe. Erst nach den Turbulenzen gab es hier "die Bewegung, die wir uns schon zuvor gewünscht hätten", sagt Stadtrat Panhoff.


Thomas Frey / tf
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