Polizeibeamte spenden Umwelt-Zentrum zwei Schafe

Lammfromm: Dietmar Schulz, Stadtrat Gerhard Hanke und Britta Wagenseil (von rechts) erleben Dorle und Djamila von ihrer besten Seite. (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: Schul-Umwelt-Zentrum |

Hakenfelde. Das Schul-Umwelt-Zentrum (SUZ) am Bernkastler Weg 26 hat neue tierische Bewohner. Zwei Schafe grasen dort jetzt auf dem Rasen. Sie sind aus keinem Tierheim und auch nicht ausgebüxt. Die Polizei hat Djamila und Dorle gespendet.

Die ostfriesischen Milchschafe haben dauerhaft einen Stall in der ehemaligen Gartenarbeitsschule bezogen. Neugierig sind die zwei und lammfromm noch dazu. Neuankömmlinge begrüßen die Damen schon von Weitem mit einem fröhlichen Blöken und bei guter Laune halten sie beim Kraulen still. Im Schul-Umwelt-Zentrum sollen die zutraulichen Schafe Stadtkindern die Scheu vor großen Tieren nehmen, zum Füttern und zum Streicheln einladen.

"So lernen die Kinder klassische Haustiere kennen, in live und in Farbe", sagte Leiterin Britta Wagenseil. Hühner und Kaninchen hat das Schul-Umwelt-Zentrum schon. Die Schafe sind nun eine neue Attraktion für die rund 6000 Kinder, die jedes Jahr hierher kommen. Und sie haben auch einen ganz praktischen Nutzen. Die Wolle für die Workshops mussten die Mitarbeiter immer von weit her holen. Dorle und Djamila liefern den Rohstoff jetzt frei Haus. Nur das Scheren muss noch geübt werden.

Die beiden Schafe stammen von einer Züchterin aus Brandenburg. Spandauer Polizeibeamte haben sie dem SUZ für die umweltpädagogische Arbeit gespendet. Beim Tag der offenen Tür hatte Dietmar Schulz, Dienststellenleiter des zuständigen Polizeiabschnitts 21, von Britta Wagenseil erfahren, dass die Kinder gern Schafe hätten. "Wir haben dann intern Geld gesammelt und die beide Tiere von der Züchterin besorgt", erzählte der Polizeidirektor. Für Dietmar Schulz und seinen Kollegen, Polizeikommissar Hans Orphall, ist dieses Engagement Ehrensache. "Hier in Spandau macht es besonders viel Spaß. Darum machen wir öfter mal solche verrückten Sachen wie Schafe zu spenden."

Und damit auch alles seine Ordnung hat, wurden die Tiere von Amtstierärztin Diana Plange begutachtet und mit den nötigen Papieren ausgestattet. Tierarzt Dieter Schad übernahm die Wurmkur und gab Ernährungstipps. Auf dem Gelände dürfen die zahmen Schafe nun überall hin und sogar im Gewächshaus schlafen. Meist aber bevorzugen Dorle und Djamila ihren festen Stall und die saftige Wiese.


Ulrike Kiefert / uk
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